Presseinformationen der NürnbergMesse

April 2012
Pressekonferenz „Neubau der Halle 3A“
  • Statement Dr. Roland Fleck, Geschäftsführer NürnbergMesse GmbH

Dienstag, 24. April 2012, 11.00 Uhr

- Es gilt das gesprochene Wort -

Auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen an diesem historischen Ort, an dem schon in wenigen Wochen ein neues architektonisches Highlight in die Höhe streben wird.
Lassen Sie mich Ihnen zunächst eine kurze Zusammenfassung geben:

Der Neubau, den wir Ihnen heute präsentieren, ermöglicht uns in erster Linie drei Dinge.
  • Wir erweitern unsere Ausstellungsfläche auf künftig 170.000 m².

  • Wir schaffen das notwendige Entwicklungspotenzial für flächenstarke und wachstumsintensive Veranstaltungen, wie die Spielwarenmesse, den Fachmesseverbund fensterbau/frontale und HOLZ-HANDWERK sowie perspektivisch auch die SPS IPC Drives.

  • Wir setzen mit Unterstützung von Zaha Hadid Architects einen architektonischen Meilenstein für die NürnbergMesse und die gesamte Metropolregion: Die neue Messehalle 3A an der Großen Straße.

Die ersten beiden Aspekte hat Peter Ottmann soeben genauer unter die Lupe genommen. Ich habe nun die große Freude Sie mit ans Reißbrett zu nehmen – von den Rahmenbedingungen hin zu den konkreten Plänen – hin zu den konkreten Investitionen – hin zur Halle 3A.

Wie Sie wissen, setzt die NürnbergMesse seit vielen Jahren auf gutes Design und bemerkenswerte Architektur. Für den Bau der neuen Halle haben uns jetzt die Pläne eines besonders renommierten Architekturbüros überzeugt – und damit zu einem Quantensprung in Sachen Wahl des Architekturbüros bewegt.

Zaha Hadid Architects ist für seine spektakulären und extravaganten Bauformen bekannt und setzt weltweit architektonische Maßstäbe. Unter den zahlreichen internationalen Projekten in der jüngsten Vergangenheit befinden sich das Aquatics Centre für die Olympischen Spiele in London, das Kunstmuseum MAXXI (Museo nazionale delle arti del XXI secolo) in Rom und das Guangzhou Opera House. Zu den bekanntesten Bauten in Deutschland zählen bislang das Zentralgebäude des BMW-Werks Leipzig (2004) sowie das Gebäude des Wolfsburger Wissenschaftsmuseums phæno (2005) – beide mit dem RIBA European Award des Royal Institute of British Architects ausgezeichnet.

Dass wir nun das Team um Zaha Hadid mit der Entwurfsplanung der neuesten Baumaßnahme der NürnbergMesse beauftragt haben, bedeutet eine Premiere für beide Seiten: Die NürnbergMesse arbeitet erstmals in ihrer Geschichte mit einem Architekturbüro von Weltrang. Und: Wenn sich die Messehalle im Februar 2014 erstmals mit Ausstellern und Besuchern der Spielwarenmesse füllt, gilt sie als die erste weltweit, die nach den Plänen dieses preisgekrönten Architekturbüros realisiert wurde.

Die neue Halle bildet den Schlussstein der östlichen Bebauung des Messegeländes. Im Süden schließt sie an die Halle 4A an und wird über 8.000 m² Fläche umfassen. Gleichzeitig bedeutet die exponierte Ecklage, dass das Gebäude eine Scharnierfunktion zwischen der östlichen und der südlichen Bebauungsschiene unseres Geländes wahrnimmt.

Und weil dieser Standort im Hinblick auf den östlichen Teil unseres Areals den ersten Eindruck der Aussteller und Besucher von unserer Infrastruktur prägt, werden wir in diesem Fall an der Großen Straße Ausnahme-Architektur entstehen lassen. Dabei setzen wir auf den erfolgreichen Immobilien-Dreiklang der NürnbergMesse, bestehend aus:
  • architektonischer Exzellenz,

  • einer Funktionalität zum Wohlfühlen

  • und das Ganze bei strikter Kostendisziplin
Hinzu kommt in diesem Fall eine neue Note, so dass ein Vierklang daraus wird: nämlich Nachhaltigkeit und energetische Effizienz – doch dazu gleich mehr!

Was nun die baulichen Details betrifft, so freuen wir uns für unsere Kunden, Besucher und Aussteller auf eine Tageslicht durchflutete Ausstellungshalle mit rund 95 Metern Länge und 85 Metern Breite. Der Innenraum ist geprägt von wellenförmigen Lamellen an der 13 bis 20 Meter hohen Decke. Die Halle wird durch eine Stahlfachwerk-Konstruktion (Dreigurtbinder) auf über 75 Metern stützenfrei überspannt.

Auf zwei Seiten wird der Neubau über bodentiefe Fensterfronten verfügen. Auf der Südseite werden diese umspielt von spitzbogig zusammenlaufenden lamellen- bzw. baumkronen-artigen Fächern. Diese streben im südlichen Eckbereich innerhalb einer nach außen überhängenden Fassade gegen das Dach, um dann in westlicher Richtung aus dem nach draußen zu wachsen. Außerdem dienen sie als Sonnenschutz. Die Außenwände des Gebäudes hängen im Bereich der markanten Südostecke leicht über. Die neue Halle ermöglicht aufgrund ihrer großräumigen Anlage und ihrer weiten, lichten Raumhöhe die Durchführung von Messeveranstaltungen, aber auch Kongresse mit großem Plenum. Sie ist als freistehender Solitär vollkommen funktionsfähig und wird über Verbindungsgänge an die bestehende Halle 4A und damit den Eingang Ost voll in das Messegelände integriert. Die Fertigstellung des Neubaus ist zur Spielwarenmesse Anfang 2014 geplant.

Auf zwei Seiten wird der Neubau über bodentiefe Fensterfronten verfügen. Auf der Südseite werden diese umspielt von spitzbogig zusammenlaufenden lamellen- bzw. baumkronen-artigen Fächern. Diese streben im südlichen Eckbereich innerhalb einer nach außen überhängenden Fassade gegen das Dach, um dann in westlicher Richtung aus dem nach draußen zu wachsen. Außerdem dienen sie als Sonnenschutz. Die Außenwände des Gebäudes hängen im Bereich der markanten Südostecke leicht über. Die neue Halle ermöglicht aufgrund ihrer großräumigen Anlage und ihrer weiten, lichten Raumhöhe die Durchführung von Messeveranstaltungen, aber auch Kongresse mit großem Plenum. Sie ist als freistehender Solitär vollkommen funktionsfähig und wird über Verbindungsgänge an die bestehende Halle 4A und damit den Eingang Ost voll in das Messegelände integriert. Die Fertigstellung des Neubaus ist zur Spielwarenmesse Anfang 2014 geplant.

Zu Kosten und Finanzierung: Die Baukosten erfordern in Summe ein Investitionsvolumen von 36 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt über langfristige Kredite und aus dem operativen Cash-Flow. Die zügigere Umsetzung des Bauvorhabens zum jetzigen Zeitpunkt geht vor allem auf das additive Engagement der Spielwarenmesse eG zurück. Diese sicherte uns im Rahmen der jüngsten Vertragsverlängerung bis 2021 eine Finanzierungsbeteiligung in Form von Darlehen in Höhe von insgesamt 12,5 Millionen Euro zu. Durch die vorgezogene Investition in die neue Halle verschiebt sich der für die Jahre 2013 und 2014 geplante Abbau der Bankverbindlichkeiten um zwei Jahre nach hinten. Angesichts des derzeit historisch niedrige Zinsniveau sowie der prognostizierten Ertragskraft halte ich dies aus finanzwirtschaftlicher Sicht für wohlüberlegt und absolut vertretbar. Dieses ermöglicht uns, die geplanten Investitionen ohne eine wesentliche Erhöhung der bisherigen Zinslast zu schultern.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, freuen Sie sich mit uns auf meisterhafte Architektur, die hier in den nächsten 20 Monaten entstehen wird. Denn ich bin überzeugt, dass ein Bauwerk, dessen Grundstein in einem Nürnberger „Dürerjahr“ gelegt wird, beste Voraussetzungen hat, eines der ganz großen zu werden – für Stadt und Standorte, für Metropolregion und NürnbergMesse.

Vielen Dank.
 
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