Design trifft Werkstatt

Eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) aus Schleswig-Holstein produziert Unikat-Leuchten unter dem Label „lichter.meer“. Erstmals vorgestellt werden die ausgefallenen Lampen Ende März auf der Werkstätten:Messe 2019. /// von 

Die Unikat-Leuchten von "Die Ostholsteiner" bestechen mit pfiffigen und modernen Designs. Fotorecht: Die Ostholsteiner gGmbh

In den ostseenahen Werkstätten von „Die Ostholsteiner“ (Sozial-rehabilitative Dienstleistungen – Die Ostholsteiner gGmbH) entsteht etwas Besonderes: ausgefallene handgefertigte Designleuchten mit maritimen Flair, wie der Name des Labels „lichter.meer“ bereits vermuten lässt. Design und Werkstatt gehen hier wunderbar zusammen

Designs inspiriert vom maritimen Flair der Ostseeküste

„lichter.meer“ setzt nicht auf Serienfertigung, sondern lässt Unikate aus Holz, Metall, Beton oder Ton enstehen. Fotorecht: Die Ostholsteiner gGmbh

Die Lampen tragen Namen wie „Poller“, „Boje“, „Planke“, „Bullauge“ oder „Steven“ – und sehen auch so aus. Beim Anblick der Leuchten kommen einem geradezu Bilder aus einem alten Fischereihafen in den Sinn. Die hochwertigen Leuchten von „Die Ostholsteiner“ werden aus Naturmaterialien wie Holz, Beton und Metall gefertigt. Man wolle Natur- und zeitgemäße Materialien miteinander kombinieren, so Hansjörg Fischenbeck. Jede Lampe ist dabei ein Unikat, in sorgfältiger Handarbeit hergestellt und damit einzigartig. Auf der Messe sind fünf unterschiedliche Modelle zu sehen. Drei davon befinden sich bereits in Kleinserienproduktion, die anderen beiden werden in der zweiten Jahreshälfte produktionsfähig entwickelt sein. Von Stehlampen über Hänge-, Wand- bis hin zu Tischlampen ist alles bei den Kreationen dabei.

„lichter.meer“ betont noch einmal die Grundsätze von Werkstattarbeit: Fairness, Nachhaltigkeit und Qualität.

Es verbindet diese Werte mit wunderbaren und äußerst ansprechenden Lampendesigns. Zudem ist es ein Bestreben, die Produktreihe zu erweitern, und auch einfacher herzustellende Modelle mit in das Portfolio aufzunehmen. So könnten sich damit auch Menschen mit mehr Hilfebedarf an der Herstellung der Leuchten beteiligen.

Neue interessante Arbeitsinhalte schaffen

Intention des Projektes „lichter.meer“ ist es, den Bereich Eigenprodukte der Organisation zu stärken. Damit sollen neue und interessante Arbeitsinhalte für Menschen mit Behinderungen geschaffen und Abhängigkeiten von anderen Auftraggebern verringert werden.
„Wir werden viele wiederkehrende Arbeitsschritte in der Produktherstellung schaffen und bieten somit gute Arbeitsinhalte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung an“, erklärt Hansjörg Fischenbeck, Projektleiter von „lichter.meer“ bei „Die Ostholsteiner“.

Jede Leuchte wird in sorgfältiger Handarbeit hergestellt. Fotorecht: Die Ostholsteiner gGmbh

Das Projekt befindet sich derzeit in der Anlaufphase, einige der Modelle sind aber bereits serienreif, so dass zur Markteinführung auf der Werkstätten:Messe 2019 mehrere Modelle zu sehen sein werden und ein Modell sogar schon käuflich erworben werden kann. Die Messe möchten „Die Ostholsteiner“ dazu nutzen, um neu entwickelte Ideen einem breiten Publikum vorzustellen.

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