Schere, Stift und Papier

Die Insights-X hat sich schnell als Branchentreffpunkt etabliert. Sie profitiert auch von der Zusammenarbeit zwischen Spielwarenmesse und NürnbergMesse.  /// von 

Kreativität in drei Hallen: Auf der Insights-X wird gemalt, gebastelt und geschrieben. Foto: Spielwarenmesse/Alex Schelbert

Um Büro, Schule und Hobby geht es bei der Insights-X im Messezentrum Nürnberg, die sich bereits im dritten Jahr zum neuen Treffpunkt für die Papier-, Büro- und Schreibwarenbranche entwickelt hat. „Unser Plan ist nicht aufgegangen!“, scherzt Spielwarenmesse-Chef Ernst Kick bei der Messeeröffnung. Gemeint ist die Ausstellerbeteiligung aus dem Ausland von 56 Prozent, obwohl die Messe ursprünglich für den deutschsprachigen Raum konzipiert war. Was die Insights-X so erfolgreich macht, erklärt Ernst Kick im Interview.

Ernst Kick, Vorstandsvorsitzender Spielwarenmesse eG; Foto: Alex Schelbert

Herr Kick, wie ist die Insights-X entstanden?
Kick: Die „drei Großen“ – Faber-Castell, Stabilo und Staedtler – suchten einen Partner, der eine neue Messe im Herbst veranstalten kann. Weil wir Messemacher sind, haben wir natürlich „Ja“ gesagt! Dass die Spielwarenmesse eG der richtige Partner ist, wurde relativ schnell klar. Was darauf folgte, war eine sehr intensive Zusammenarbeit, bei der es darum ging, die Wünsche der Kunden umzusetzen.
Zwischen Spielwaren- und PBS-Branche gibt es viele Schnittpunkte. Wie profitiert davon die Insights-X?
Kick: Erste Anschlusspunkte gab es, weil wir bei der Spielwarenmesse den Bereich „Back to School“ eingeführt hatten – mit Schulranzen, Schreibgeräten und anderen Dingen, die Kinder in ihrer Schulzeit verwenden. Daraus haben sich enge Kontakte ergeben, wie die Verbindung zu den drei großen, in der Region Nürnberg ansässigen Herstellern von Schreibgeräten. So waren die richtigen Schnittstellen schnell definiert.
Was gehört für Sie zu einem Messe-Erfolgskonzept?
Kick: Damit ein Messekonzept funktioniert, ist das Entscheidende, dass man die Wünsche der Kunden umsetzt und die Märkte versteht. Alles andere ist Beiwerk. Den richtigen Termin finden, die passenden Angebote zu schnüren und ein funktionierendes Konzept aufzubereiten: Darauf kommt es an! Wir setzen uns mit unseren Geschäftspartnern zusammen, denn in der Gemeinsamkeit liegt die Stärke eines Messekonzepts.
Spielwaren und Schreibgeräte – beides gehört zu Nürnberg wie „3 im Weckla“. Welche Rolle spielt die regionale Verbundenheit der Branche?
Kick: Für den Start ist der regionale Bezug wichtig! Das war bei der Spielwarenmesse nicht anders. Als sie vor 68 Jahren gegründet wurde, war der ausschlaggebende Punkt, dass hier in der Metropolregion Nürnberg über 300 Unternehmen angesiedelt waren, die diese Messe physisch unterstützt haben. Genauso war es jetzt bei der Insight-X unterstützend, dass drei große Hersteller aus der Region kommen. So gelang es, mit geringen Kosten ein sehr schnelles Wachstum zu erzielen. Die Unterstützung durch die lokal ansässigen Unternehmen wissen wir sehr zu schätzen.
Das digitale Klassenzimmer und das papierlose Büro – Gefahren für die Branche oder Spielraum für Innovationen? Wie begegnet die Insights-X der Digitalisierung?

„Die Digitalisierung hemmt den Schreibwarenverbrauch nicht, sie fördert ihn!“

Kick: Das Interessante ist, dass der Wandel in die andere Richtung schlägt: Die Digitalisierung hemmt den Schreibwarenverbrauch nicht, sie fördert ihn! Die Menschen fordern mehr Abwechslung. Sie wollen sich nicht nur digital durch das Leben bewegen. Der Trend zum Malen treibt die Branche geradezu nach vorne. Der Kreativbereich begeistert viele Menschen. Deshalb blicken wir mit der Insights-X mehr als optimistisch in die Zukunft.
Die Entwicklung der NürnbergMesse Group ist eng verbunden mit der Spielwarenmesse eG. Was zeichnet in Ihren Augen diese einzigartige Kooperation aus?
Kick: Die Spielwarenmesse eG und die NürnbergMesse Group arbeiten ja schon sehr, sehr lange zusammen. Wir würdigen die Service-Orientierung unseres Partners NürnbergMesse. Es ist gut zu wissen, dass die Dinge, die wir brauchen, zuverlässig umgesetzt werden. Hier gibt es eine große Vertrauensgrundlage.
Welche Ziele haben Sie mit der Insights-X?
Kick: Die Insights-X soll weiter wachsen, damit sie zu einem echten Standbein unseres Unternehmens wird. Dazu muss sie sich weiter internationalisieren und sich in Europa stabilisieren. Unsere Strategie ist es, unser Unternehmen auf mehrere Beine zu stellen mit den Tochtergesellschaften und Messen im Ausland sowie der Diversifizierung des Marktes im Inland mit der Insights-X.
Vielen Dank für das Interview, Herr Kick!

1 Kommentar

  1. Danke für die Mühe, die Sie gemacht haben, um das alles zusammenzutragen.
    MfG Nevresim

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