Zu Tisch mit Tina Langheinrich

Der kulinarische Fragebogen, ausgefüllt von Tina Langheinrich /// von 

Chocolate Cookies Bekannt ist Langheinrich für ihre handgemachten veganen Cookies, Foto: istockphoto.com/Derkien

Mhm wie das duftet – passend zur Adventszeit nehmen wir in einer Nürnberger Backstube Platz und setzen uns bei Cookies und Nußeckchen zu Tisch mit Tina Langheinrich. Sie schafft es mit „Schaffensschwestern“, Naschkatzen auf Streetfood-Festivals zum Schnurren zu bringen und den Alltag zwischen Backen und Familienleben zu meistern.

Warum wir das erwähnen? Getroffen haben wir Tina Langheinrich erstmals anlässlich der 2. SFC Street Food Convention in Nürnberg, zu der sie einen Workshop angeboten hat mit dem Titel „Zwischen Chaos und Erfüllung – Selbstständig als Mutter“.

Tina Langheinrich

Tina Langheinrich „Zwischen Chaos und Erfüllung – Selbstständig als Mutter“

Bekannt ist Langheinrich für ihre handgemachten veganen Cookies, die es mittlerweile in vielen Cafés und Restaurants in der Metropolregion Nürnberg gibt. Was 2012 als kleines Café im Nürnberger Stadtteil St. Johannis begann, ist mittlerweile zu einer veritablen Manufaktur für veganes Gebäck geworden. Selbstständig ist sie mit „Schaffensschwestern“ seit 2012, als reine Gebäckmanufaktur betreibt sie das Ganze seit Herbst 2014. Vor ihrer Selbstständigkeit hat die Bäckerin einen Master in Tourismus (Schwerpunkt: Hotel- und Restaurantmanagment) an der Universität von Angers in Frankreich gemacht, war beruflich viel im Ausland unterwegs und hat dann einige Jahre als Assistentin im oberen Management eines großen Konzerns in Erlangen gearbeitet. Mutter ist sie im Mai 2013 geworden, mitten in der Selbstständigkeit.

In ihrem Workshop zur Street Food Convention erzählte sie frei von der Leber weg, was einen als Mutter in der Selbstständigkeit erwartet. Ihrer Ansicht nach ist die größte Herausforderung, dass man auf sich alleine gestellt ist. Man fällt in kein Netz, Mutterschutz gibt es für Selbstständige nicht. Sie glaubt, dass nur wenige Menschen wirklich für die Selbstständigkeit gemacht und Kinder ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor sind. Viele glauben, dass mit der Selbstständigkeit mehr Flexibilität in den Alltag einzieht – ein absoluter Trugschluss, so Langheinrich. Privat- und Arbeitsleben verschwimmen noch mehr. Wenn man im Beruf schon ein Problem mit der angeblich nicht vorhandenen Work-Life-Balance hat, kann dies in der Selbstständigkeit zu einem echten Problem werden.

Deutschland ist voller Vorschriften, berichtet sie während unseres Gesprächs weiter. Trotz zwölf Jahren Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen der Gastronomie hat auch sie immer wieder „böse“ Überraschungen erlebt. Hohe Krankenkassen- und Rentenbeiträge, extrem hohe Personalnebenkosten machen ihrer Ansicht nach Deutschland zu einem sehr gründerunfreundlichen Land.

Dennoch ist sie rückblickend zufrieden mit ihrem Geschäftsmodell, denn ihr Konzept ist aufgegangen, sie kann gut davon leben und ist glücklich. Und viele Nürnberger Naschkatzen sind es auch, angesichts der Leckereien, die sie herstellt.

Hier nun die Antworten von Tina auf unseren kulinarischen Fragebogen

Hier treibt meine Begeisterung Blüten:
Bei Schaffensschwestern. In der Backstube, auf Facebook und auf Instagram.
In der Küche schwöre ich auf:
Anständige Arbeitskleidung. Denn ich mache mich immer dreckig!
Die Erinnerung an meine Kindheit schmeckt nach:
Butter. Meine Oma hat gefühlt Tonnen davon verwendet.

Tina Langheinrich

Tina Langheinrich „Zwischen Chaos und Erfüllung – Selbstständig als Mutter“

Ohne diesen Geschmack könnte ich nicht leben:
Schokolade mit einer Prise Salz.
Meine Top-3-Hitliste „Lieblingsessen:
Pizza
Gurkensalat asiatisch
Kürbissuppe
[interview_id]
So wird das gemacht, und nicht anders:
Schnell und gut. Anders geht das bei mir sonst gar nicht.[interview_id][/interview_id][interview_q]Mein einprägsamstes Erlebnis in einem Restaurant: [/interview_q][interview_a]Ich hatte schon viele schöne Erlebnisse und sehr wenig schlechte. Das alleine reicht mir!
 [/interview_a]
Mein Allheilmittel, wenn es mir mal nicht gut geht:
Gin Tonic.
Wenn ich für jemanden kochen (in dem Fall backen) dürfte, dann für:
Cynthia Barcomi. Ihr Schokoladencookierezept hat mich inspiriert. Mich würde ihre Meinung zu meinen Cookies brennend interessieren.
Wenn ich reise, esse ich am liebsten:
Alles, was neu und unbekannt ist.
Bei diesem Mahl kenne ich keine Grenzen:
Kroketten. Und Krapfen – wenn ich da einen Karton voll kaufe, esse ich den alleine auf.

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