Die Freiheit, Neues zu wagen

Im Gespräch mit Jonas Vincentz, Geschäftsführer Vincentz Network GmbH & Co. KG /// von 

European Coatings SHOW 2015 in Nürnberg European Coatings SHOW 2015 in Nürnberg, Foto: NürnbergMesse

Gute Erreichbarkeit ist eine der Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Messe- und Kongressstandort. Doch nicht nur im geografischen Sinn sind Verknüpfungen der Grundstein für Freiheit, eine enge inhaltliche Verbindung von Branchen und Messemachern ist ebenfalls maßgeblich für den Erfolg einer Fachmesse. Aus diesem Grund arbeitet die NürnbergMesse seit vielen Jahren mit Partnern wie Vincentz Network zusammen, der als Fachverlag über ein umfangreiches Know-how unterschiedlicher Branchen verfügt. 

Herr Vincentz, für ein Verlagshaus ist das Messegeschäft eigentlich ein eher ungewöhnliches Feld. Wie kam es dazu, dass sich Vincentz Network dem Messegeschäft zuwandte?
Jonas Vincentz: Diese Entwicklung begann mit der Frage: »Was machen wir und was ist unsere Aufgabe? « Wir haben dann für uns definiert, dass es nicht unsere primäre Aufgabe ist, Zeitschriften zu verschicken, sondern dass wir als Fachverlag in erster Linie Branchen vernetzen. Die Branchen stehen ja nicht nur in Konkurrenz miteinander, sondern sie profitieren auch gerne voneinander, gerade durch die Vermittlung und Verknüpfung von Wissen. Deshalb sind Messen ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, erfolgreich Vernetzung zu schaffen.

Jonas Vincentz, Vincentz Network GmbH & Co. KG

Jonas Vincentz, Vincentz Network GmbH & Co. KG

Mittlerweile arbeiten Vincentz Network und die NürnbergMesse seit 25 Jahren zusammen – was verbindet beide Unternehmen und was kennzeichnet diese langfristige Partnerschaft?
Jonas Vincentz: Den Anfang machte damals die Fachmesse Farbe + Lack, der Vorläufer der heutigen European Coatings SHOW. Die ist mittlerweile der globale Marktführer geworden – auch dank der guten Zusammenarbeit mit der NürnbergMesse. Die Messegesellschaft versteht die Fach- und Nischenmärkte, in denen wir uns bewegen, besonders gut. Zusammen machen wir keine Geschäfte für die Massen, sondern können uns ganz auf die Expertennischen mit ihren spezifischen Anforderungen konzentrieren. Das gemeinsame Verständnis für diese Märkte und ihre speziellen Bedürfnisse zeichnet unsere Partnerschaft aus.
Neben der European Coatings SHOW richten Sie zusammen mit der NürnbergMesse mittlerweile ja noch weitere Veranstaltungen aus …
Jonas Vincentz: Im jährlichen Wechsel mit der European Coatings SHOW in Nürnberg findet die American Coatings SHOW statt. Die hat sich seit ihrer erstmaligen Ausrichtung 2008 gigantisch entwickelt und befindet sich laut Ranking des Magazins Trade Show Executive unter den am schnellsten wachsenden Messen der USA, sowohl bei der Netto-Fläche als auch bei der Zahl der Aussteller. Wir haben außerdem gemeinsam entschieden, uns an der PAINTINDIA strategisch zu beteiligen. Zusammen mit unserem indischen Partner, dem Verlag Colour Publications, und der NürnbergMesse folgen wir auch hier unserer Strategie der Nische und können unser fachspezifisches Know-how interkulturell unter Beweis stellen und uns gleichzeitig weiterentwickeln
Welche Bedeutung hat das Thema Freiheit speziell in Verbindung mit Messen für Sie?
Jonas Vincentz: Was mir sofort in den Kopf kommt, ist die Freiheit, Dinge auszuprobieren und neue Wege zu beschreiten. Das kann auch eine neue Messe sein, wie jetzt die Automotive Engineering Expo. Sie ist unser jüngstes gemeinsames Projekt und fand im Juni 2015 zum zweiten Mal statt. Das ist im Moment natürlich noch ein Nukleus, aber ich denke, dass wir die Messe gemeinsam langfristig etablieren können. Auch das Thema Datennutzung und –analyse bei Fachmessen ist so ein neuer Bereich. Das ist für mich die nächste große Herausforderung, die wir gemeinsam anpacken müssen.

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