Digitale Zwillinge und IoT-Clouds in der Verpackungsindustrie

Was haben „Digitale Zwillinge“ mit der Verpackungsindustrie zu tun? Fragen wie diese gingen 60 Fachjournalisten durch den Kopf, die auf Einladung der NürnbergMesse zu einer Fachpresse-Exkursion in die Metropolregion kamen. Antworten erhielten sie beim Besuch der Digital Factory Division der Siemens AG in Erlangen. /// von 

Beitragsbild-NM-fairmag-digitale-Zwillinge Mit digitalen Zwillingen lassen sich alle Abläufe von der Rezeptur bis zur Abfüllung in einer vollständig digitalen Umgebung detailgetreu und realitätsnah simulieren. Foto: Siemens AG

Kurze und kostensparende Entwicklungszeiten

Digitale Zwillinge sind mit leistungsfähigen Softwaretools erstellte virtuelle Kopien realer Maschinen und erscheinen auf einem Computerbildschirm, wo sie genauso wie ihre Vorbilder betrachtet und behandelt werden können. Die Bildschirmdarstellungen beruhen auf den mechanischen und elektronischen Konstruktionsdaten der Maschinen und deren elektrischen Steuerungsprogrammen. „Damit können wir unter anderem Bewegungsabläufe simulieren und die Funktion von Maschinen testen und optimieren“, erklärt Michael Thomas, Leiter Produktionsmaschinen, Siemens AG. Einer der großen Vorteile dieser Arbeitsweise ist, dass Maschinen und auch Anlagen relativ schnell und kostengünstig zur Anwendungsreife gebracht werden können, bevor der Aufbau und die Inbetriebnahme der realen Vorbilder erfolgen. Mit 3D- oder VR-Brillen ausgestattet, konnten die Exkursionsteilnehmer miterleben, wie eine virtuelle Schlauchbeutelmaschine diversen Prüfungen unterzogen und realitätsnah in Betrieb genommen wurde.

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Durch die digitale 1:1-Abbildung der realen Maschine, die den Bau eines kostenaufwändigen Prototypen erspart, lässt sich eine Verpackungsmaschine virtuell in Betrieb nehmen. Visualisierung: Siemens AG

Vielfältige Nutzung von Betriebsdaten

Da die Maschinen und Anlagen mit Sensoren ausgestattet sind, lassen sich die verschiedensten Daten während des Betriebs erfassen und über das Internet mittels eines cloud-basierten IoT-Betriebssystems (Mindsphere) abrufen und verarbeiten. Die Betreiber der Maschinen und Anlagen sowie der Maschinenhersteller erhalten dann detaillierte Auskunft über deren Zustand und Hinweise, wie sie Betriebsabläufe optimieren können bis hin zur zeit- und kostenoptimierten vorbeugenden Wartung.

FachPack 2018 und BrauBeviale 2018

Die Anwender von Verpackungs- und anderen Maschinen stehen vor vielen Herausforderungen. Mit Hilfe der intelligenten Verknüpfung von leistungsfähigen Softwaretools mit Antriebs- und Automatisierungstechnik sowie mechanischem Konstruktions-Know-how unter Einbeziehung des Internets lassen sich diese Ansprüche umsetzen, wie auf den Fachmessen FachPack 2018 und BrauBeviale 2018 zu sehen sein wird.

 

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