Forschung für eine ökologischere Zukunft!

Anlässlich der BIOFACH, Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, wurde der Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft 2019 zum sechsten Mal verliehen  /// von 

Fotorecht: istockphoto.com/narvikk

Qualität von Bio-Lebensmitteln ist ein wertvolles Gut. Um mit konventionellem Essen mithalten zu können und die Nahrung trotzdem so natürlich wie möglich zu lassen, müssen sich Hersteller einiges einfallen lassen. Deutlich wird das an einer der ausgezeichneten Abschlussarbeiten des Forschungspreises Bio-Lebensmittelwirtschaft, der auf der  BIOFACH in Nürnberg an fünf engagierte Studentinnen in den Kategorien Bachelor und Master verliehen wurde.

Die Verleihung des Forschungspreises Bio-Lebensmittelwirtschaft während der BIOFACH 2019. Fotorecht: NürnbergMesse.

„Anhand der ausgewählten Arbeiten wird deutlich, wie wichtig dieser Forschungspreis ist. Forschung ist ein integraler Bestandteil und eine wichtige Grundlage für die Gestaltung der Zukunft. Das muss unbedingt gewürdigt werden“, so Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung NürnbergMesse. Auch Moderatorin Maren Walter bekräftigt die Bedeutung des Forschungspreises Bio-Lebensmittelwirtschaft, der „Unternehmen und Studenten näher zusammenbringt und deshalb die Zukunft von Bio wesentlich mitgestaltet“.

„Forschung ist ein integraler Bestandteil und eine wichtige Grundlage für die Gestaltung der Zukunft“

Von Mehl in Bio-Eis bis zur Revolution in der Nitratforschung

Studentin Laura Entringer von der Hochschule Trier half einer kleinen Molkerei, Bio-Speiseeis herzustellen, das durch Johannisbrotkernmehl stabilisiert wird, um damit unabhängig von dem konventionellen Stabilisator Pektin zu sein. „Die Arbeit von Frau Entringer zeigt sehr gut, dass auch kleinere, nachhaltig wirtschaftende Lebensmittelbetriebe der Bio-Branche technologisch anspruchsvolle Produkte erfolgreich für den Bio-Markt entwickeln können“, so ihr Prof. Dr.-Ing. Günther Lübbe.

Der Frage, wie Bio-Karpfen vermarktet werden kann, widmete sich die Arbeit von Katharina Schwab von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. „Die Arbeit von Frau Schwab zeigt auf, wie die Prozesskette in der Erzeugung und Vermarktung von Karpfen verläuft und gibt sogar Handlungsempfehlungen an kritischen Punkten“, so Prof. Dr. Michael Greiner.

Einem Thema, dass seit der Verurteilung von Deutschland wegen Verstoßes gegen die EU-Nitratrichtline an enormer Aufmerksamkeit gewonnen hat, widmete sich Johanna Hoppe von der Universität KasselWitzenhausen. „Frau Hoppe kommt mit ihrer Arbeit zu überraschenden und beeindruckenden Ergebnissen“, so ihr Prof. Dr. Jürgen Heß. Anders als bisher angenommen, gelangt laut Hoppes Forschung durch ökologische Bewirtschaftung 10-52 Prozent weniger Nitrat in unser Grundwasser.

Mit dem Ziel, den UN Zielen für eine nachhaltige Entwicklung gerecht zu werden, half Banu Sengül von der Technischen Universität Hamburg-Harburg einem landwirtschaftlichen Betrieb bei der Umstrukturierung auf Ökolandbau. „Frau Sengül schaffte eine exzellente Balance zwischen einer naturwissenschaftlich technischen Arbeit und einer auf reale Betriebsprobleme basierende Konzeptentwicklung“, so Prof. Dr.-Ing. Ralf Otterpohl.

Dass die Authentizität von Bio-Lebensmitteln nicht nur von Gesundheit und Label abhängt, sondern auch von Herkunftsland und Einkaufsstätte, erarbeitete Jenny Kleeblatt, von der Technischen Universität München, indem sie über tausend Onlinekommentare untersuchte. Damit leistet die Studentin „einen wertvollen Beitrag zum Verständnis von Überzeugungen zu Bio-Lebensmitteln“, so Prof. Dr. Jutta Rossen.

Engagierte im Hintergrund

Gemeinsam mit der Lebensbaum Stiftung, der Schweisfurth-Stiftung und BIOFACH hat die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) den Forschungspreis vor sechs Jahren ins Leben gerufen und seitdem zahlreiche Unterstützer aus den Reihen der Bio-Lebensmittelhersteller gewinnen können. Eine Jury aus engagierten Professorinnen und Professoren, Vorständen und Geschäftsführern wählt jedes Jahr die prämierten Arbeiten aus. Der Preis war 2019 mit 10.000 Euro dotiert.

Generation Zukunft – Zukunft mitgestalten gemeinsam auf der BIOFACH

Der Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft ist alljährlicher Bestandteil der BIOFACH-Sonderschau „Treffpunkt Generation Zukunft“. Fotorecht: NürnbergMesse.

Der Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft ergänzt alljährlich die BIOFACH-Sonderschau „Treffpunkt Generation Zukunft“, zu der auch die Biojob-Börse und der Karrieretreff gehören. Die Generation Zukunft ist unterstützt durch Kugler & Rosenberger. Verliehen wird der Forschungspreis an die besten Abschlussarbeiten (Bachelor und Master) zu Bio-Lebensmittel und Aspekten der Nachhaltigkeit wie Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Im Mittelpunkt stehen Innovationen und Problemlösungen rund um die Bereiche Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung.

Weitere  Informationen unter:

www.biofach.de
www.forschungspreis-bio-lebensmittel.de

 

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