Heimspielpremiere für die kicker Convention

Auf der ersten kicker Convention 2019 drehte sich alles um das Thema eSport und Sportsponsoring als Marketingtool /// von 

Fotorecht: Christian Horn

Was kommt wohl den meisten Menschen in den Sinn, wenn sie an eSport denken? Wetten, dass es nicht folgende Fakten sind: Zuschauerrekorde und ausverkaufte Arenen innerhalb von Sekunden, schwindelerregende Preisgelder höher als die des UEFA-Champions-League-Finale, Wimbledon und der NBA Championships, sowie Akteure mit Social Media Followerzahlen, bei denen sogar Weltfußballer neidisch werden. eSportler sind zu 80 Prozent männlich, zwischen 14 und 29 Jahren alt und verfügen über eine gute Schulbildung.
Wichtig ist die Abgrenzung des Begriffs „eSportler“ von dem des „Gamers“. So spielt ein Gamer beispielsweise „Candy Crush“ und „Doodle Jump“ auf dem Handy, während ein eSportler, meist in einem Team, um Titel und hohe Preisgelder kämpft. Die Anziehungskraft der Live-Events im eSport spiegelt sich auch in den Ticketverkäufen wider. Ein Konzert des britischen Popstars Adele war innerhalb von zehn Minuten ausverkauft. Die Tickets für die League of Legends-WM 2018 waren in weniger als der Hälfte der Zeit vergriffen: Bereits nach vier Minuten waren keine Karten mehr erhältlich, um sich das Spektakel live vor Ort anzusehen.

Je größer das Logo, desto besser!

Dass es sich bei eSport um einen Markt mit großem Wachstumspotenzial handelt, sehen auch die beiden Referenten der diesjährigen kicker Convention Prof. Dr. Matthias Fifka, Vorstand des Instituts für Wirtschaftswissenschaft und Professor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Lucas Petermeier von FUSE – Omnicom Media Group. Denn egal ob als Werbebanner oder Aufschrift auf einem Trikot, Unternehmen streiten sich um den besten Werbeplatz. So zeigte der Moderator der kicker Convention Daniel Luther – zugleich erfahrener eSportler und ehemaliger Call of Duty-Weltmeister – sein erstes Trikot, um auf Unterschiede zwischen seinem Karrierebeginn als eSportler und heute hinzuweisen. Auf seinem Shirt waren fast keine Sponsoren zu sehen. Auf einem Trikot von heute hingegen reiht sich Firmenlogo an Firmenlogo, und es sind internationale Big Player, die im eSport als Werbetreibende auftreten. Dabei gilt: Je größer das Logo, desto besser. Denn egal ob der Zuschauer in der Arena oder zuhause auf der Couch sitzt – das Logo sieht jeder.

Daniel Luther, Moderator der kicker Convention, mit seinem ersten Trikot. Fotorecht: Christian Horn

„Ziel war es, den eSport und seine Rolle im Sportmarketing anhand von Best Practices bekannt zu machen“

Die Premiere der kicker Convention im Kongresscenter West der NürnbergMesse war ein voller Erfolg. Über 100 Teilnehmer tauschten sich auf der exklusiven Sportmarketing-Konferenz über Trends im eSport aus. „Wir freuen uns über den regen Zuspruch zur ersten kicker Convention. Ziel war es, den eSport und seine Rolle im Sportmarketing anhand von Best Practices bekannt zu machen. Im nächsten Schritt werten wir gemeinsam mit unserem Partner kicker/Olympia Verlag die Ergebnisse aus und planen die Weiterentwicklung des Veranstaltungsformats“, so Nicolai Fröba, Leiter der kicker Convention bei der NürnbergMesse.

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