Kleine Sender, große Ideen

Unterwegs auf den Lokalrundfunktagen /// von 

Lokal Rundfunktage Foto: Oliver Seidl/Storytile

Überall in Deutschland funkt es! Rund 150 private, lokale Radiostationen machen derzeit Programm für „ihre“ Städte und Regionen; hinzu kommen ähnlich viele regionale TV-Sender. Auf den Lokalrundfunktagen in Nürnberg zeigen sich die kleinen Sender offen für die großen Techniktrends und lassen sich von Apps, Smartphones und Start-ups inspirieren.

Programmmacher, Journalisten und Techniker treffen sich auf dem Kongress mit angeschlossener Ausstellung zum Ideenaustausch. Sie alle basteln im Kleinen an ihrer Medienrevolution. Denn UKW-Programm und Fernsehsignale reichen heute nicht mehr aus, um genug Publikum anzusprechen und Werbeeinnahmen zu gewinnen. Und die Hörer von morgen kennen Radio sowieso eher als Smartphone-App, statt als Gerät mit Knöpfen und Rädchen.

On Air und online

Crowd Radio App

Top-Thema auf den Lokalrundfunktagen: Radio via App. Foto: Oliver Seidl/Storytile

Die Lokalrundfunktage beweisen, dass sich gerade die kleinen Sender mit viel Witz und Experimentierfreude der Mammutaufgabe Medienwandel stellen. In einer eigens geschaffenen Startup-Area haben sich die Lokalfunker unter anderem die Macher der App „Catch“ eingeladen. Die App macht es möglich, einzelne Beiträge, Moderationen und Lieder per Knopfdruck „einzufangen“, um sie dann zu speichern oder in sozialen Netzwerken zu teilen. So gewinnt der Radiosender neue Hörer – und weiß gleichzeitig, welche Beiträge besonders gut ankommen. Andere Anbieter präsentieren Live-Blogging Lösungen für die Senderwebsite oder eine App, die den Hörer zum Live-Reporter macht.

Mit Heimvorteil

Lokalrundfunktage

Startups treffen auf Radio und TV-Sender. Foto: Oliver Seidl/Storytile

Apps und Konzepte wie diese machen aus dem Radio von um die Ecke sicher nicht gleich das nächste Spotify oder Apple Music. Aber die Medienmacher auf den Lokalrundfunktagen wissen, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Heimvorteil in das Spiel um die Aufmerksamkeit der Zuhörer und Zuschauer starten: Keiner ist näher dran an der Lebenswelt des Publikums. Lokaler Content, da ist man sich einig, wird auch in neuen Kanälen gefragt sein und in Zukunft über ganz unterschiedliche Wege seine Hörer und Zuschauer finden.

Einen interaktiven Rückblick auf die Lokalrundfunktage 2016 finden Sie unter: http://lokalrundfunktage.de/storytile-stream-2/

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