Wasserlos, multifunktional, vegan – die Trends in der Naturkosmetik

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Naturkosmetiktrends 2017 Vivaness Foto: istockphoto.com/fotohunter

Produkte ohne Wasser, Deos in jeder Form, multifunktionale Alleskönner und vegane Kosmetikartikel sind nur einige der Trends, die die Naturkosmetikbranche aktuell umtreibt. Während der VIVANESS, der internationalen Fachmesse für Naturkosmetik vom 15. bis 18. Februar 2017 konnten diese in Form von innovativen Produkten und Neuentwicklungen bestaunt werden. Alleine 196 Produkte gab es am Neuheitenstand zu entdecken. In sieben Kategorien nominierten sowohl Besucher als auch Journalisten die überzeugendsten Produkte mit dem „Best New Product Award“.

VIVANESS Neuheitenstand

VIVANESS Neuheitenstand, Foto: NürnbergMesse

Zehn deutsche Newcomer präsentieren sich am Gemeinschaftsstand für junge innovative Unternehmen, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. 18 internationale junge innovative Hersteller und Start-ups aus neun Ländern zeigt die Sonderschau Breeze.

Auf unserer Entdeckungstour über die mit 259 Ausstellern belegte Messe sind uns dabei einige Highlights aufgefallen.

 

Naturkosmetik-Trend: Produkte ohne Wasser

Was wie ein Lutscher aussieht, ist tatsächlich Zahncreme am Stiel und ein sehr schönes Beispiel für Nischenprodukte in der Trendkategorie „Produkte ohne Wasser“.

Trendtour VIVANESS

Zahncreme am Stiel; Seifen von Meißner Tremonia e.K., Foto: NürnbergMesse

Auch die Seifen von Meißner Tremonia e.K., einem kleinen Familienunternehmen aus Dortmund, passen gut in diese Kategorie. Ob klassische Seife, Rasierseife oder Shampoo ohne Wasser: Die Produkte sind leicht transportabel und damit ideale Reisebegleiter. Die Bio Naturseifen und Rasierseifen gibt es in vielen außergewöhnlichen Sorten und Düften. Sie werden auf jahrhundertealte, traditionelle Art und Weise hergestellt und beinhalten keinerlei Konservierungsstoffe.

Seife und Multifunktionalität spielt auch bei Eladia die Hauptrolle: Die Seife aus kalt gepresstem kretischem Olivenöl ist laut Georgia Benovia – Eigentümerin von Eladia – vor allem reichhaltig, pH-neutral und Haut-regenerierend. „Die Seifen für Gesicht, Körper und Haar bestehen lediglich aus Olivenöl, die mit ätherischen Essenzen angereichert werden und machen andere Feuchtigkeitsprodukte überflüssig“, erklärt Jaqueline Irrgang, in deren Freundesladen die Seife aus Kreta erstanden werden kann.

Jaqueline Irrgang, Freundesladen_Georgia-Benovia, Eladia

Jaqueline Irrgang – Freundesladen, Georgia Benovia – Eladia; Foto: NürnbergMesse

„Das selbst produzierte kretische Olivenöl kommt ganz ohne Chemikalien aus, das ist uns besonders wichtig“, betont Irrgang weiter und zitiert dabei eine buddhistische Weisheit, die einen weiteren Trend aufgreift: „Du brauchst Dir keine Sorgen machen um den Tod, sondern mache Dir Sorgen, was Du auf dieser Erde hinterlässt.“

Genau diese Entwicklung, nämlich dass die Kosmetik immer „grüner“ wird, spielt nicht nur bei Eladia eine wichtige Rolle. Der Zusatznutzen mit Pflegeprodukten auch schonend mit Ressourcen umzugehen, wird grundsätzlich eine immer größere Bedeutung zugesprochen.

Naturkosmetik-Trend: Vegane Produkte

Deshalb wundert es nicht, dass auch der „Vegan“-Trend – in der Food-Branche bereits fester Bestandteil – in der Kosmetikbranche angekommen ist. Beim Thema Naturkosmetik sind viele Produkte von vorne herein überwiegend vegan. Konsumenten, die sich vegan ernähren und auch bei ihrer Kosmetik darauf achten, sind mit der Kombination vegane Naturkosmetik auf der sicheren Seite.

Aber auch hierzu gibt es einen „Gegentrend“ der aus Asien zu uns nach Europa schwappt: Schneckenextrakt. Der „Snail extract“ bestehend aus Schneckensekret, aktiven Schneckenwasser und Rohstoffen aus ökologischem Landbau der italienischen Firma BioSnail di Trentin Ariana soll der Haut Geschmeidigkeit geben und vor Altersflecken schützen.

 

Naturkosmetik-Trend: Multifunktionale Alleskönner & Individualität

Vor allem der Convenience-Bewegung, also der Bequemlichkeit ist es zuzuschreiben, dass multifunktionale Alleskönner ein Trend ist, der nun von der Food- auch in der Kosmetikbranche angekommen ist. Zu Produkten wie „Shower&Shampoo“ oder 5in1-Produkte wird gerne gegriffen. Deshalb haben sich in diesem Bereich viele Hersteller Neues ausgedacht.

Neuheut Vivaness

Mix My Shampoo, Foto: NürnbergMesse

Als Gegensatz dazu haben die Konsumenten allerdings auch viel Freude daran, Dinge selbst auszuprobieren und ihre Pflegeprodukte individuell zu kreieren und herzustellen. „Mix my Shampoo“ beispielsweise ist dafür ein Paradebeispiel: Konsumenten können verschiedene Bio-Rohstoffe selbst zusammensetzen und dabei Duft und Pflegekomponenten individuell auswählen.

Auch Spezialprodukte sind weiterhin ein großes Thema: Ob Pflegeprodukte für Kinder oder Bartpflege für Männer: Artikel für einzelne Zielgruppen liegen weiterhin voll im Trend. Es ist also nicht verwunderlich, dass Ingo Isabettini, einer der Gründer von OAK – Natural Beard Care auf der VIVANESS vertreten ist.

Ingo Isabettini-OAK

Ingo Isabettini, OAK; Foto: NürnbergMese

Seit 2013 ist OAK auf dem Markt. „Als wir damals gestartet sind, gab es noch sehr wenige bis gar keine Barbershops in Deutschland. Was uns schon damals wichtig war und heute immer noch zentraler Bestandteil unserer Produkte ist: sie sollen Männer dabei unterstützen natürlich auszusehen. Wir wollten unsere Produkte selbst machen und haben viel von Barbern gelernt. Der Clou unserer Produkte ist das Brokkoli-Samen-Öl, das den Männerbart weich und geschmeidig macht.“ Außerdem sollen die Produkte die Konsumenten auch über die Verpackung ansprechen. Das ist OAK gut gelungen. Den German Design Award 2017 sowie den „iF product design award“ konnten sie bereits abräumen.

Wer noch mehr über die Produktneuheiten der VIVANESS 2017 erfahren möchte, findet in der Aussteller- und Produktdatenbank alle ausstellenden Unternehmen nach Produktkategorien sortiert. Eine Trendübersicht mit spezifischen Produkten kann hier heruntergeladen werden.

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