Die Nischenspezialisten für Schokolade und Co.

Süßwarenhersteller weltweit vertrauen auf das Know-how eines Verpackungsspezialisten aus Franken /// von 

Armer Schoko-Weihnachtsmann - selbst die beste Verpackung schützt nicht vor schnellem Verzehr. Foto: istockphoto.com/ Kerstin Waurick

Franken und Süßes – Nürnberger Elisenlebkuchen kommen Einem in den Sinn und die köstlichen Pralinen aus Lauenstein. Ansonsten ist das kulinarische Bild von Franken doch eher deftiger Art. Spannend zu wissen, dass ein Unternehmen aus Oberfranken seine Hände im Spiel beim Thema Süßwaren hat und zwar weltweit. Nein Kakao wächst nicht in den hiesigen Breitengraden und auch Mandeln gedeihen woanders besser. Doch Christoph Krombholz weiß es genauer: „Wenn man im Supermarkt an den Süßwarenregalen vorbeigeht, dann garantiert auch an Produkten, die über unsere Maschinen gelaufen sind.“ Krombholz ist Marketing Manager für die LOESCH Verpackungstechnik GmbH in Altendorf im Landkreis Bamberg.

Historische Verpackungen von Schokoladenriegeln

LoeschPack bietet seit der Firmengründung vor fast 100 Jahren Lösungen für die Verpackung von Süßwaren und Schokolade. (Foto: Archiv LoeschPack)

Das von Max Loesch 1919 in Dresden gegründete Unternehmen hat sich früh für die süße Nische entschieden und von Anfang an Fabrikationsanlagen und Einwickelmaschen für Süßwarenartikel, wie die LU3 für Schokoladentafeln, entwickelt. Nach dem 2.Weltkrieg gründeten frühere Mitarbeiter aus Dresden die Maschinenfabrik Loesch erneut und siedelten sich in Oberfranken an. Im Geiste der LU3 entwickelten die Ingenieure 1963 die erste automatische Pralineneinlegemaschine der Welt und führten 1970 eine Hochleistungsverpackungsmaschine für Kaugummis ein. 1999 gehörte deren Weiterentwicklung zu einer der schnellsten Falteinschlagmaschinen der Welt. Die Anlage schaffte 2300 Streifen Kaugummi pro Minute.

Schokolade und Co. nachhaltig verpacken

Bei der Entwicklung ihrer Maschinen haben die Ingenieure und Maschinenbauer bei LOESCH heutzutage immer auch ein Auge auf den Ressourceneinsatz: Wo können Kunden Energie sparen, wie wird Verpackungsmaterial umweltschonend eingesetzt, wie Produktionsprozesse vereinfacht? In diesem Jahr wurde ihr Erfindergeist und Tüfteleigeschick sogar besonders geehrt. Eine Jury von Verpackungsexperten zeichnete im Rahmen der diesjährigen FachPack die Entwicklung einer Verpackungsmaschine aus Altendorf aus, die Hersteller von Schokolade und Co sehr erfreuen dürfte. Sie kombiniert zwei bisher getrennte Verpackungsstufen und zwar die Kartonverpackung und den Folieneinschlag. Die Juroren des Deutschen Verpackungspreises würdigten die damit erwirkte höhere Flexibilität und Bedienbarkeit und die Verringerung von Stellfläche.

Wenn es so etwas wie fränkisches Understatement in Persona gibt, dann ist Christoph Krombholz eben solches. „Na freilich freuen wir uns über den Verpackungspreis, aber noch mehr, wenn’s beim Kunden läuft.

Übrigens zeigte sich das LOESCH-Schwesterunternehmen Hastamat aus Lahnau genauso innovativ und kreativ. Die Verpackungsjuroren zeichneten deren Kombination aus Gruppiereinrichtung für Stückgut plus Wrappingsystem ebenfalls in der Kategorie „Technik und Technologie“  mit dem Deutschen Verpackungspreis 2015 aus.

Auf die Frage hin, ob er denn noch Süßes sehen könne, antwortet Krombholz: „Klar kommen wir bei unseren Kunden öfter in den Genuss von Schokolade und Co. Man muss ja schließlich probieren, was da vom Band läuft. Aber aktuell habe ich eine Pause eingelegt.

 

 

 

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