On the road! Mit der BIOFACH SOUTH EAST ASIA durch Südostasien

Den Bio-Gedanken promoten und die Bekanntheit der BIOFACH SOUTH EAST ASIA steigern: Executive Director International Exhibitions Markus Reetz im Interview zu Roadshows quer durch Südostasien.  /// von 

Fotorecht: NürnbergMesse

Vom 11. bis 14. Juli 2019 findet in Bangkok in Thailand die zweite Ausgabe der BIOFACH SOUTH EAST ASIA statt. Bereits vorab ging es unter anderem für Markus Reetz, Executive Director International Exhibitions bei der NürnbergMesse, auf große Roadshow durch Südostasien. Wir sprachen mit ihm darüber, wie man solche Events vorbereitet und an was er sich noch lange erinnern wird.

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Herr Reetz, wie ist es zur Idee gekommen, mit der BIOFACH SOUTH EAST ASIA auf Roadshow zu gehen?
Da ist der Messename zum Programm geworden. Denn obwohl die Messe in Bangkok stattfindet, ist sie doch eine Plattform für Südostasien. Und um die verschiedenen Länder der Region frühzeitig einzubinden, haben wir das „Modell Roadshow“ entwickelt. Dabei geht es zum einen darum, die Messe als Plattform vorzustellen, aber auch grundsätzliche Aspekte des globalen Organic Movements anzusprechen.
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Zahlreiche Roadshows in einem halben Dutzend Ländern: Wie kann man sich die Vorbereitungen dazu vorstellen?
Im Vorfeld der Messe haben wir acht Roadshows in sechs Ländern veranstaltet. Die Vorbereitungen zu den einzelnen Veranstaltungen haben wir mit den jeweiligen lokalen Bioverbänden organisiert. Dazu muss man sagen, dass die Landesverbände auch Mitglieder des sog. „Advisory Board“ der BIOFACH SOUTH EAST ASIA sind und wir somit langfristig zusammenarbeiten. Dabei folgten wir einer inhaltlichen Aufteilung: Themen, die den Handel und die effektive Vorbereitung einer Messeteilnahme behandeln, wurden von der NürnbergMesse vorgestellt. Themen, die detailliert wissenschaftlich „organic topics“ betrafen, wurden vom jeweiligen Fachverband bearbeitet. Somit konnten wir unseren Gästen in zwei wichtigen Themenfeldern Impulse geben.
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Was waren die konkreten Ziele der Roadshows? Was soll vor Ort bewirkt werden?
Ziel der Veranstaltungen war es zum einen unsere Verbandspartner in ihrer lokalen Arbeit zu unterstützen und zusätzliches Wissen in die Regionen zu tragen. Zum anderen natürlich auch die Bewerbung der Messe. Für uns als Organisatoren war es gleichwohl sehr lehrreich, um einen guten Einblick in lokale Märkte und ihren aktuellen Entwicklungsstand zu gewinnen.
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Gab es für Sie persönlich ein Ereignis/Land, an das Sie sich besonders gerne erinnern?
Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Tage in Vietnam. Am ersten Tag in Vietnam waren wir in Saigon, am zweiten Tag in Hanoi. Es war beeindruckend zu sehen, wie unterschiedlich sich zwei Städte in einem Land entwickelt haben und von verschiedenen Prägungen beeinflusst sind. Auf der einen Seite das politisch geprägte Hanoi, mit vielen Hinweisen auf den ehemals kommunistischen Einfluss. Auf der anderen Seite das wirtschaftlich geprägte Saigon, mit vielen westlichen Einflüssen. Und ehrlich gesagt, mit einer gewissen Beklemmung, fallen die immer noch stark sichtbaren Reste des Vietnamkrieges ins Auge.
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Jetzt geht der Blick nach vorne, freuen Sie sich auf die BIOFACH SOUTH EAST ASIA 2019? Was darf man dort erwarten?
Die diesjährige BIOFACH in Bangkok ist im Vergleich zur ersten Veranstaltung leicht gewachsen. Was uns besonders freut, ist die Tatsache, dass unsere Roadshows Früchte getragen haben. Vietnam ist mit einem Länderpavillon auf der BIOFACH SOUTH EAST ASIA präsent, Myanmar sogar mit zwei kleinen Pavillons: einem auf der BIOFACH und einem auf der NATURAL EXPO. Erstmalig wird auch eine deutsche Gruppenbeteiligung unter Führung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft realisiert. Neben dem Messegeschehen ist es zudem wieder gelungen ein umfassendes Konferenzprogramm aufzulegen, welches von Sprechern aus zwölf verschiedenen Ländern bestritten wird. Somit hoffen wir, dass wir Ausstellern und Besuchern die gute Plattform für Südostasien anbieten, die wir Ihnen versprochen haben.

Vielen Dank für diese Einblicke!

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