Prosit Neujahr 2020!

So stößt man in der Beviale Family weltweit an.  /// von 

Fotorecht: iStockphoto / RgStudio

In welches Land oder auf welche Kultur wir auch schauen, der Jahreswechsel hat von jeher etwas Magisches, Reizvolles und Besonderes. Man lässt das alte Jahr noch einmal Revue passieren, schließt es gedanklich ab und wendet sich dem neuen Jahr zu. Von diesem erhofft man sich meist mehr Glück, Zufriedenheit, Gesundheit und nicht selten einen Neuanfang. Aus dieser besonderen Nacht sind Aberglaube und Traditionen nicht wegzudenken.

Die Beviale Family – das globale Netzwerk für die Getränkebranche

Vor zwei Jahren haben wir bereits die Mitglieder der Beviale Family gefragt, wie sie in ihren Ländern das neue Jahr begrüßen und welches ihr bevorzugtes Getränk zum Anstoßen ist. Die Beviale Family – das globale Netzwerk für die Getränkebranche – wächst stetig. Seit dem letzten Bericht bereichern noch einige neue Mitglieder die Großfamilie: Mittlerweile ist sie mit elf Veranstaltungen in weiten Teilen der Welt vertreten: Die BrauBeviale in Nürnberg, die Beviale Moscow, die Beviale Mexico (erstmals im Juli 2020), die CRAFT BEER ITALY, die CRAFT BEER CHINA sowie die CRAFT DRINKS INDIA sind Eigenveranstaltungen der NürnbergMesse Group. Darüber hinaus gibt es Kooperationen mit der Feira Brasileira da Cerveja, der Expo Wine+Beer (Chile), SIBA’S BeerX in (Großbritannien), der KIBEX (Korea) sowie der SEA Brew (Südostasien).

Und so feiert man in:

Deutschland – Frohes Neues Jahr

Einen „guten Rutsch“ wünscht man sich in Deutschland vor der Silvesternacht. Doch auch wenn es in dieser Jahreszeit Glatteis geben könnte, hat dies nichts mit dem „Rutschen“ ins neue Jahr zu tun. Der Spruch lässt sich aus dem Jiddischen „Gut Rosch“ ableiten, was wiederum „einen guten Anfang“ bedeutet. Auch weitere Traditionen dürfen zum Jahreswechsel nicht fehlen, so ist zum Beispiel das Feuerwerk – öffentlich oder privat veranstaltet – nicht wegzudenken. Man begeht den Abend mit Freunden oder Familie. Wer zuhause feiert, isst nicht selten Raclette oder Fondue mit seinen Gästen.

Kaiserburg in Nürnberg, Fotorecht: Uli Kowatsch / CTZ Nürnberg

Egal, wo man sich aufhält, zu Mitternacht werden die letzten Sekunden des alten Jahres heruntergezählt und das neue Jahr mit „Prosit Neujahr“ begrüßt. Man stößt mit Sekt oder Champagner an und wünscht sich gegenseitig ein „frohes neues Jahr“. Gerne werden kleine Glücksbringer verschenkt, zum Beispiel ein vierblättriges Kleeblatt, ein Glücksschwein aus Marzipan oder eine kleine Schornsteinfeger-Figur. Wer herausfinden möchte, was das kommende Jahr für ihn bereithält, der macht Bleigießen, neuerdings Wachsgießen, bei dem man geschmolzenes Blei/Wachs in kaltes Wasser gießt und aus der Form, die dabei entsteht, Vorhersagen für das neue Jahr ableiten kann.

Russland – С новым годом – s novym godom

In Russland ist Silvester ein ganz besonderes Highlight. Auf Grund des gregorianischen Kalenders wird Weihnachten erst am 6. und 7. Januar gefeiert. So bildet Silvester den Auftakt zu einer Woche voller Feierlichkeiten mit gutem Essen und Geschenken. Man beendet das alte Jahr meist gemeinsam mit der Familie zuhause, schmückt einen Tannenbaum und legt die Geschenke darunter. Einige traditionelle Gerichte dürfen auf dem reich gedeckten Tisch nicht fehlen, so zum Beispiel der berühmte Salat Olivier, „Hering im Pelzmantel“ und roter Kaviar. Wenn sich der Tisch biegt unter all den Köstlichkeiten und man auch noch neue, hübsche Kleidung trägt, steht einem glücklichen und wohlhabenden Jahr beinahe nichts mehr im Wege, so glaubt man.

Um Mitternacht lauschen die meisten russischen Familien im Fernsehen oder Radio den Glockenschlägen des Spasskaya-Turms in Moskau und konzentrieren sich auf ihre Wünsche für das neue Jahr. Wenn der zwölfte Schlag verklungen ist, wird mit Champagner angestoßen, sich geküsst und umarmt und man wünscht sich ein glückliches neues Jahr. Feuerwerk und Wunderkerzen dürfen natürlich nicht fehlen. Danach sitzt man noch lange zusammen, feiert, isst und trinkt bis zum Morgengrauen.

Mexiko – Feliz y próspero año nuevo

Auch in Mexiko hört man um Mitternacht nach Glocken, und zwar die Glocken der Kathedrale im Zentrum der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Sie ist die größte und älteste Kathedrale auf dem amerikanischen Kontinent. Mit jedem der zwölf Glockenschläge isst man eine Traube und formt in Gedanken einen Neujahrswunsch. Und wie beinahe überall auf der Welt stoßen auch die Mexikaner mit Sekt an, umarmen Freunde und Familie und wünschen sich “¡Feliz y próspero año nuevo!” – ein frohes und erfolgreiches neues Jahr!

In Mexiko isst man um Mitternacht mit jedem der 12 Glockenschläge eine Traube und formt in Gedanken einen Neujahrswunsch. Fotorecht: iStockphoto / nito100

Tequila darf bei der “Fiesta mexicana” nicht fehlen – wie sollte es anders sein?! Doch wenn man diesen normalerweise langsam und in kleinen Schlücken trinkt, ist es zu Silvester durchaus verbreitet, ein ganzen Glas auf einmal zu trinken. Sollte man auch noch ein Glas Wasser zur Hand haben, ist es ratsam, dies auf die Straße zu schütten: Das vertreibt Tränen und Sorgen im kommenden Jahr – so glaubt man. Natürlich wird auch in Mexiko nicht nur getrunken, sondern ein Festmahl veranstaltet. Weit verbreitet ist eine Garnelenbrühe, die man wie eine kleine Suppe isst. Gebratener Truthahn oder Kabeljaufisch in roter Soße werden ebenfalls gerne gegessen. Was am Ende auch auf den Tellern landet, alle Gerichte zeichnet aus, dass sie sehr speziell und nicht alltäglich sind, um das neue Jahr gebührend zu empfangen.

Wer zu Weihnachten noch nicht alle Geschenke losgeworden ist, verschenkt zu Neujahr gerne rote oder gelbe Unterwäsche. Diese muss den ganzen Neujahrstag getragen werden, die rote verspricht Glück in der Liebe und die gelbe bringt den Geldsegen nach Hause. Um wirklich sicher zu gehen, sollte man wohl beide Farben kombinieren.

Italien – Buon Anno

Wie wohl überall wird natürlich auch in Italien gerne gesellig gefeiert. Ob gemütlich zuhause, in einem guten Restaurant oder im Freien auf zentralen Plätzen oder in Parks – gerne kommen Freunde und Familie zusammen, um das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen.

Zu Mitternacht stößt man klassisch mit Sekt oder Champagner an und wünscht sich „buon anno“ (ein gutes neues Jahr). Um dem Glück im kommenden Jahr ein wenig auf die Sprünge zu helfen, tragen Italiener gerne etwas Neues und essen um Mitternacht die traditionelle Cotechino (gekochte Schweinswurst). Feuerwerk gibt es auch – vor allem in Süditalien vergnügen sich die (Hobby-)Pyrotechniker ausgiebig.

China – 新年快乐 –  Xin Nian Kuai Le

In China ist das traditionelle Neujahr ja nicht zeitgleich mit dem westlichen, sondern richtet sich nach dem chinesischen Mondkalender. Insofern ist der 31. Dezember eher ein Fest der westlichen Welt wie zum Beispiel in Shanghai, das vor allem jüngere Chinesen gerne zum Anlass nehmen, mitzufeiern. Dies verläuft dann klassisch nach „westlichem“ Vorbild: Freunde, Dinner, Anstoßen, Feuerwerk…

Das Chinesische Neujahr findet im Februar statt. Foto: istockphoto.com/korhil65

Das Chinesische Neujahr findet meist etwa im Februar statt und wird eher traditionell mit der Familie und einem großen Festmahl gefeiert. Die Speisen sind regional sehr unterschiedlich, jedoch wird jedem Gericht eine Eigenschaft wie Glück, Geld, Harmonie, etc. zugewiesen. Neben Tee trinkt man Bai Jiu, chinesischen Reisschnaps. Gelegentlich werden Münzen in den Dumplings versteckt. Wer sie findet, hat besonders viel Glück im kommenden Jahr – so hofft man zumindest. Weitere Vorkehrungen für ein glückliches neues Jahr: Fenster und Türen werden offen und das Licht nachts brennen gelassen, um dem Glück Einlass zu gewähren. Schuhe kauft man besser nicht an diesen Tagen, das chinesische Wort für Schuhe ist dem für „schlecht/böse“ nämlich sehr ähnlich. Gleiches gilt für das Haareschneiden.

In China wünscht man sich 新年​快乐 –  Xin Nian Kuai Le (happy new year) und überreicht Kindern die so genannten Hong Baos, kleine rote Umschläge mit Geld. Aber auch unter Erwachsenen hält sich diese Tradition, mittlerweile werden die Umschläge sogar digital verschickt. Generell herrscht die Farbe Rot vor, da sie für Glück steht. Für die Öffentlichkeit gibt es unzählige TV-Shows, Festumzüge mit chinesischen Drachen und traditionellen Roben.

Indien – Sal Mubarak

Das Land des Bollywoods ist der deutschen Zeit viereinhalb Stunden voraus. Dennoch warten wir am Silvesterabend vergeblich auf eine Übertragung des spektakulären Feuerwerks aus Mumbai, wenn Fernsehsender rund um den Globus in die Zeitzonen schalten, die das neue Jahr bereits begrüßt haben. Wie in China hat auch in Indien Silvester nicht den Stellenwert wie in Europa. Vielerorts ist die Nacht des 31. Dezembers eine Nacht wie jede andere. Den Jahreswechsel feiert man hier zu einem anderen Zeitpunkt.

Nicht am 1. Januar, sondern bereits im Herbst beginnt in Nordindien mit dem Lichterfest Diwali traditionell das neue Jahr. Fotorecht: iStockphoto / triloks

Nordindien beginnt das neue Jahr im Herbst mit dem hinduistischen Lichterfest Diwali. Hier werden Straßen und Häuser mit Öllampen geschmückt und Lichterketten aufgehängt. Gerichte wie die süßen Knödel „Gudjiaas“ werden serviert, „Jalebis“, frittierte Teigkringel, oder sogar Gold geschenkt und der Abend mit einem Feuerwerk beendet. Anderenorts feiert man am ersten Tag des Monats Baisakh, im Frühling, Neujahr. Je nach Region und Religion stehen dann kulturelle Darbietungen und Festtagsessen bestehend aus Reis, Gemüse und einem Fleischgericht oder Lesungen aus dem heiligen Buch auf dem Programm.

Nur Festigkeiten in einigen großen Städten mit westlichem Einfluss wie Bangalore erinnern an das Silvester, das wir kennen. Hier trifft man sich mit Freunden oder der Familie, lässt das vergangene Jahr Revue passieren, besucht eine Bar oder Diskothek oder lässt am Strand die Füße in das warme Meerwasser baumeln.

Unabhängig davon, wann und wie gefeiert wird –  am Ende heißt es für alle „Sal Mubarak“!

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