Prosit Neujahr in der Beviale Family 2018

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Silvester Kaiserburg Nürnberg Uli Kowatsch / CTZ Nürnberg Kaiserburg in Nürnberg, Foto: Uli Kowatsch / CTZ Nürnberg

In welches Land oder auf welche Kultur wir auch schauen, der Jahreswechsel hat von jeher etwas Magisches, Reizvolles und Besonderes. Man lässt das alte Jahr noch einmal Revue passieren, schließt es gedanklich ab und wendet sich dem neuen Jahr zu. Von diesem erhofft man sich meist mehr Glück, Zufriedenheit, Gesundheit und nicht selten einen Neuanfang. Aus dieser besonderen Nacht sind Aberglaube und Traditionen nicht wegzudenken.

Mit der Beviale Family ist die NürnbergMesse in weiten Teilen der Welt vertreten: Die BrauBeviale in Nürnberg, die CRAFT BEER ITALY in Mailand, die Beviale Moscow in Russland, die CRAFT BEER CHINA in Shanghai. Neuester Familienzuwachs ist die Feira Brasileira da Cerveja, die 2018 erstmals „supported by BrauBeviale“ in Blumenau/Brasilien veranstaltet wird. Wie hat man in diesen Ländern 2018 begrüßt – und was ist wohl das Getränk der Wahl zum Anstoßen?

 

Deutschland – Frohes Neues Jahr

Einen „guten Rutsch“ wünscht man sich in Deutschland vor der Silvesternacht. Doch auch wenn es in dieser Jahreszeit Glatteis geben könnte, hat dies nichts mit dem „Rutschen“ ins neue Jahr zu tun. Der Spruch lässt sich aus dem Jiddischen „Gut Rosch“ ableiten, was wiederum „einen guten Anfang“ bedeutet. Auch weitere Traditionen dürfen zum Jahreswechsel nicht fehlen, so ist zum Beispiel das Feuerwerk – öffentlich oder privat veranstaltet – nicht wegzudenken. Man begeht den Abend mit Freunden oder Familie. Wer zuhause feiert, isst nicht selten Raclette oder Fondue mit seinen Gästen.

Egal, wo man sich aufhält, zu Mitternacht werden die letzten Sekunden des alten Jahres heruntergezählt und das neue Jahr mit „Prosit Neujahr“ begrüßt. Man stößt mit Sekt oder Champagner an und wünscht sich gegenseitig ein „frohes neues Jahr“. Gerne werden kleine Glücksbringer verschenkt, zum Beispiel ein vierblättriges Kleeblatt, ein Glücksschwein aus Marzipan oder eine kleine Schornsteinfeger-Figur. Wer herausfinden möchte, was das kommende Jahr für ihn bereithält, der macht Bleigießen, neuerdings Wachsgießen, bei dem man geschmolzenes Blei/Wachs in kaltes Wasser gießt und aus der Form, die dabei entsteht, Vorhersagen für das neue Jahr ableiten kann.

 

Italien – Buon Anno

Wie wohl überall wird natürlich auch in Italien gerne gesellig gefeiert. Ob gemütlich zuhause, in einem guten Restaurant oder im Freien auf zentralen Plätzen oder in Parks – gerne kommen Freunde und Familie zusammen, um das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen.

Zu Mitternacht stößt man klassisch mit Sekt oder Champagner an und wünscht sich „buon anno“ (ein gutes neues Jahr). Um dem Glück im kommenden Jahr ein wenig auf die Sprünge zu helfen, tragen Italiener gerne etwas Neues und essen um Mitternacht die traditionelle Cotechino (gekochte Schweinswurst). Feuerwerk gibt es auch – vor allem in Süditalien vergnügen sich die (Hobby-)Pyrotechniker ausgiebig.

 

Russland – С новым годом – s novym godom

In Russland ist Silvester ein ganz besonderes Highlight. Auf Grund des gregorianischen Kalenders wird Weihnachten erst am 6. und 7. Januar gefeiert. So bildet Silvester den Auftakt zu einer Woche voller Feierlichkeiten mit gutem Essen und Geschenken. Man beendet das alte Jahr meist gemeinsam mit der Familie zuhause, schmückt einen Tannenbaum und legt die Geschenke darunter. Einige traditionelle Gerichte dürfen auf dem reich gedeckten Tisch nicht fehlen, so zum Beispiel der berühmte Salat Olivier, „Hering im Pelzmantel“ und roter Kaviar. Wenn sich der Tisch biegt unter all den Köstlichkeiten und man auch noch neue, hübsche Kleidung trägt, steht einem glücklichen und wohlhabenden Jahr beinahe nichts mehr im Wege, so glaubt man.

Um Mitternacht lauschen die meisten russischen Familien im Fernsehen oder Radio den Glockenschlägen des Spasskaya-Turms in Moskau und konzentrieren sich auf ihre Wünsche für das neue Jahr. Wenn der zwölfte Schlag verklungen ist, wird mit Champagner angestoßen, sich geküsst und umarmt und man wünscht sich ein glückliches neues Jahr. Feuerwerk und Wunderkerzen dürfen natürlich nicht fehlen. Danach sitzt man noch lange zusammen, feiert, isst und trinkt bis zum Morgengrauen.

Foto: istockphoto.com/Lisa-Blue

Brasilien – Feliz Ano Novo

In Brasilien begrüßt man das neue Jahr gerne gemeinsam mit Freunden. Man trifft sich zuhause oder verabredet sich in Restaurants, Bars oder am Strand. In Brasilien ist zum Jahreswechsel ja Sommer… Wie an Weihnachten gibt es meist ein Buffet unter anderem mit Bacalhau (getrockneter Stockfisch), Linsen, Schinken, Reis und Salat. Geflügel wird gemieden: Das Scharren nach hinten wird mit einer Rückwärtsgewandtheit verbunden, die für das neue Jahr nicht erwünscht ist. Fisch hingegen schwimmt vorwärts und eignet sich daher bestens für ein Silvester-Menü.

Auch in Brasilien stößt man gerne mit Sekt um Mitternacht an, aber auch Bier oder Caipirinha sind beliebte Getränke. Man zählt den Countdown auf null Uhr und wünscht sich „feliz ano novo“ (ein glückliches neues Jahr). Die Brasilianer gehen auf Nummer sicher und vertrauen gleich mehreren Traditionen, um ein glückliches neues Jahr zu erleben: Dazu zählen beispielsweise Linsen und Trauben, die man um Mitternacht isst, alternativ oder zusätzlich springt man nach Mitternacht über sieben Wellen und um ganz sicher zu gehen, sollte man dabei auch noch weiße Kleidung tragen. Aber auch andersfarbige Kleidung drückt die speziellen Wünsche jedes einzelnen aus: Weiß steht für Glück/Frieden, Gelb für materiellen Wohlstand, Rot/Rosa für die Liebe und Grün für die Hoffnung.

 

China – 新年快乐 –  Xin Nian Kuai Le

In China ist das traditionelle Neujahr ja nicht zeitgleich mit dem westlichen, sondern richtet sich nach dem chinesischen Mondkalender. Insofern ist der 31. Dezember eher ein Fest der westlichen Welt wie zum Beispiel in Shanghai, das vor allem jüngere Chinesen gerne zum Anlass nehmen, mitzufeiern. Dies verläuft dann klassisch nach „westlichem“ Vorbild: Freunde, Dinner, Anstoßen, Feuerwerk…

Das Chinesische Neujahr findet meist etwa im Februar statt und wird eher traditionell mit der Familie und einem großen Festmahl gefeiert. Die Speisen sind regional sehr unterschiedlich, jedoch wird jedem Gericht eine Eigenschaft wie Glück, Geld, Harmonie, etc. zugewiesen. Neben Tee trinkt man Bai Jiu, chinesischen Reisschnaps. Gelegentlich werden Münzen in den Dumplings versteckt. Wer sie findet, hat besonders viel Glück im kommenden Jahr – so hofft man zumindest. Weitere Vorkehrungen für ein glückliches neues Jahr: Fenster und Türen werden offen und das Licht nachts brennen gelassen, um dem Glück Einlass zu gewähren. Schuhe kauft man besser nicht an diesen Tagen, das chinesische Wort für Schuhe ist dem für „schlecht/böse“ nämlich sehr ähnlich. Gleiches gilt für das Haareschneiden.

In China wünscht man sich 新年​快乐 –  Xin Nian Kuai Le (happy new year) und überreicht Kindern die so genannten Hong Baos, kleine rote Umschläge mit Geld. Aber auch unter Erwachsenen hält sich diese Tradition, mittlerweile werden die Umschläge sogar digital verschickt. Generell herrscht die Farbe Rot vor, da sie für Glück steht. Für die Öffentlichkeit gibt es unzählige TV-Shows, Festumzüge mit chinesischen Drachen und traditionellen Roben.

Foto: istockphoto.com/korhil65

 

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