Starkes Bekenntnis für Europa

Am Beispiel der NürnbergMesse wird deutlich, wie Wirtschaft und Menschen von Europas Zusammenwachsen profitieren. /// von 

In Nürnberg trifft sich Europa: 2018 zählte die NürnbergMesse rund 8.000 Aussteller und über 179.000 Besucher aus der Europäischen Union. Foto: NürnbergMesse/Heiko Stahl

Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 8.000 Aussteller und über 179.000 Besucher aus der Europäischen Union (ohne Deutschland) an den Fach- und Publikumsmessen in Nürnberg. Damit machen Italiener, Österreicher, Franzosen, Niederländer und weitere Nationen rund 57 % der ausländischen Aussteller bzw. 63 % der ausländischen Besucher aus. Viele von ihnen kommen aus den „neuen“ EU-Staaten wie Polen und Tschechien, die sich 2004 der Europäischen Union angeschlossen haben. Das war nicht immer so. Denn jahrzehntelang blockierte der Eiserne Vorhang internationale Handelswege, die sich seit dem Mittelalter – von Nord nach Süd, von West nach Ost – in Nürnberg kreuzten.

Als europäisches Handelszentrum hat Nürnberg eine lange Tradition. Im Zentrum des Kontinents gelegen entwickelte sich die „freie Reichsstadt“ schon im Mittelalter zum Dreh- und Angelpunkt für Waren aus ganz Europa. Sogar Produkte aus Asien und Afrika gingen mit den Nürnberger Kaufleuten auf Reisen. „Nürnberger Tand geht durch alle Land“ etablierte sich schnell als deren „Slogan“.

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs positionierte sich Nürnberg wieder im Herzen Europas, Handelsbeziehungen in Richtung Osten blühten neu auf. Die Gründung der Europäischen Union und ihr wachsender Binnenmarkt sorgten für einen weiteren Wachstumsschub. Davon profitierte besonders die NürnbergMesse: So ist seit dem Fall des Eisernen Vorhangs keine andere Messegesellschaft in Deutschland so stark gewachsen: Um den Faktor 19 wuchs der Umsatz der NürnbergMesse seitdem.

Polen: wichtiger Handelspartner für Deutschland – und die NürnbergMesse

Polens Wirtschaft boomt. Eindrucksvoll zeigt sich die rasante Entwicklung in der Hauptstadt Warschau. Foto: iStock/marchello74

Spürbar ist das geeinte Europa im Messezentrum Nürnberg: Insbesondere die Beteiligung aus den „neuen“ EU-Staaten, die 2004 Mitgliedstaaten wurden – allen voran Polen. Seit über zwei Jahrzehnten ist Deutschland der mit Abstand wichtigste Handelspartner seines östlichen Nachbarns. Über 28 Prozent der polnischen Exporte werden nach Deutschland eingeführt, umgekehrt stammen rund 23 Prozent der polnischen Importe aus Deutschland. Von diesem Trend profitiert die NürnbergMesse: Rund 13.500 Fachbesucher und 450 Aussteller aus Polen zählte die Messegesellschaft 2018. Polen rangiert damit auf Platz 5 im internationalen Besucherranking und auf Platz 9 bei den internationalen Ausstellern am Messeplatz Nürnberg.

Für NürnbergMesse-CEO Peter Ottmann ist die wachsende Beteiligung aus Polen eine von vielen Erfolgsstorys, welche die Messegesellschaft der Europäischen Union zu verdanken hat: „Die NürnbergMesse profitiert enorm von Europa. Auf den Fachmessen und Kongressen in Nürnberg treffen sich Menschen aus allen europäischen Ländern. Mit einer internationalen Beteiligung von bis zu 82 Prozent sind unsere Veranstaltungen ohne Europa gar nicht mehr denkbar.“

Die neue Halle 3C in den europäischen Farben Blau und Gold. Foto: NürnbergMesse/Heiko Stahl

Mit einem leuchtenden Bekenntnis für Europa beteiligte sich die NürnbergMesse am „Europa-Tag“: Wie Rathäuser und Denkmäler in ganz Europa erstrahlte auch die neue Halle 3C der NürnbergMesse am 9. Mai in den europäischen Farben Blau und Gold. Für CEO Dr. Roland Fleck ein klares Statement für Europa: „Seit ihrer Gründung garantiert die Europäische Union Frieden, Prosperität und freie Märkte. Die Grundlagen also für Handel und Wachstum – und für die Erfolgsgeschichte der NürnbergMesse.“

Die Europawahl am 26. Mai unterstützt die NürnbergMesse übrigens auch in der Praxis: So werden im Messezentrum Nürnberg Stimmzettel der Briefwahl ausgezählt.

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