Von Brasilien bis China – Wie die Welt Weihnachten feiert

Weihnachtsgrüße von den fünf NürnbergMesse-Töchtern und der jüngsten Niederlassung in Wien /// von 

Von China bis Brasilien Weihnachten weltweit Bild: chribier / photocase.de

Brasilien Feliz Natal!

Foto: Leon Rodrigues Secom

Foto: Leon Rodrigues Secom

„Secret Santa“ ist in Brasilien ein beliebtes Spiel in der Vorweihnachtszeit. Es geht um gegenseitiges Beschenken, ohne vorher zu wissen, wen man beschenkt. Santa Claus ist es auch, der die Geschenke unter den Christbaum legt. Die Bäume werden schon am 1. Dezember aufgestellt und geschmückt. In den Städten ist nun alles festlich beleuchtet, in São Paulo strahlen vor allem die Avenida Paulista, eine der größten Straßen der Stadt, und der Ibirapuera Park, wo jedes Jahr der mächtigste Weihnachtsbaum steht. Beim gemeinsamen Festessen mit der ganzen Familie zu Heiligabend gibt es traditionellerweise Rabanadas (Arme Ritter), Käse, Truthahn und Krabbenkuchen – eine Spezialität, die von den portugiesischen Eroberern mitgebracht wurde.

 

Indien – mērī krisamasa

Foto: NürnbergMesse

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Britischer Pflaumenkuchen, niederländische Rosenkekse – Weihnachtsbäckerei in Indien ist geprägt von Kulturen, die Teil Indiens waren in der Kolonialzeit. Auch am Subkontinent ist Weihnachten die Zeit für Freunde, Familie und Festessen. Jede Region hat eigene Bräuche. In der Stadt Allahabad, mit einem großen Anteil an Christen, etwa ist die Bäckerei Bushy’s in der Vorweihnachtszeit eine angesagte Destination. Die Kunden bringen eigene Zutaten mit und verbringen oft Stunden damit, beim Backen ihres Kuchens zuzusehen. In der deutsch-indischen Handelskammer in Neu Delhi, Sitz der Tochtergesellschaft NürnbergMesse India, öffnet Jahr für Jahr ein deutscher Weihnachtsmarkt. Das Angebot reicht von Glühwein bis zum indischen Pashmina Schal.

 

Italien – Buon Natale!

Foto: Getty Images

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Weihnachten in Italien ist ein großes Familienfest. Man feiert mit Großeltern und Tanten, Freunden und Verwandten. Am ersten Weihnachtstag wird aufgekocht, jede Region hat ihre eigene kulinarische Tradition. In Norditalien isst man Suppe (cappelletti in brodo), gefüllten Truthahn (tacchino ripieno) und Kuchen (Panettone und Pandoro). Für die Bescherung zu Heiligabend (vigilia di natale) wird der Weihnachtsbaum geschmückt und eine Presepe (Krippe mit der heiligen Familie und Tieren) gebaut. Eine neapolitanische Tradition aus der Zeit um 1600. Dort werden auch heute noch die Figuren per Hand bemalt. Um Mitternacht wird die Christmette (Messa di natale) besucht. Geschenke werden erst am nächsten Tag geöffnet.

 

Österreich – Frohe Weihnachten!

Foto: Gerhard Fally

Foto: Gerhard Fally

Stille Nacht, Heilige Nacht – das weltweit bekannteste Weihnachtslied gehört in Österreich zum Kulturgut. Ebenso Adventkranz, Barbarazweig, Nikolaus und Krampus sowie Keksebacken in der Vorweihnachtszeit. Weihnachtsmärkte in Städten und Dörfern prägen das Bild, zum Aufwärmen wird dort Glühwein und Punsch getrunken. Im Advent schreiben Kinder Briefe ans Christkind. Am Abend des 24. Dezember legt dieses die Geschenke unter den Weihnachtsbaum. So will es die Tradition. Die Heilige Christmette um Mitternacht ist für die vorwiegend katholischen Österreicher ein Pflichttermin. Am ersten Weihnachtstag und zu Stefani (26.12.) stehen ausgedehnte Verwandtenbesuche auf dem Programm.

 

USA – Merry Christmas!

Foto: Fotolia

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Dem Weihnachts-Spirit in den USA kann man nur schwer entgehen. Der ganze Dezember ist geprägt von Weihnachtsbeleuchtung. Jedes Haus, jede Straße ist geschmückt. Weihnachtslieder werden Tag für Tag rauf und runtergespielt – im Fernsehen, Radio und in jedem Geschäft. Weihnachtstraditionen in den USA sind so vielfältig wie die Menschen selbst. In Atlanta etwa, Sitz der Nürnberg-Messe-Tochter USA, fahren seit über 50 Jahren Generationen von Kindern auf dem „Pink Pig“-Kinderzug durch Shops, wo sich ihre Träume zu realen Wünschen formen können. Das eigentliche Weihnachtsfest ist wie in Europa vor allem ein Fest der Familie. Wo man gemeinsam isst, spielt, sich unterhält – einfach eine schöne Zeit verbringt.

 

China – Shèngdàn jié kuàilè

Foto: Getty Images

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Offiziell wird das christliche Fest Weihnachten im Reich der Mitte gar nicht gefeiert. Die Mehrheit der Chinesen sind Buddhisten. Und doch gibt es sie, die vorweihnachtliche Atmosphäre. Vielerorts gehören Christbäume, Weihnachtsbeleuchtung, Spielzeug und Santa Claus in Straßen und Auslagen heute zum Stadtbild. Heiligabend ist in westlichen Ländern traditionell der Tag der Bescherung, in China kann man ihn als Tag des ausgedehnten Shoppings bezeichnen. Vor allem junge Chinesen machen davon ausgiebig Gebrauch. Sie sind es auch, die gerne Weihnachtsmärkte besuchen. In großen Städten wie Peking und Shanghai findet man diese immer häufiger – Glühwein, Wurst und Lebkuchen inklusive.

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