Zu Tisch mit…Louise Luttikholt, IFOAM – Organics International

Das kulinarische Gespräch mit Louise Luttikholt, Geschäftsführerin beim Dachverband der internationalen Bio-Bewegung  /// von 

Beitragsbild-NMfairmag-IFOAM-kulinarischer-Fragebogen-an-Louise-Luttikholt Foto: istockphoto.com/sauletas

Aufgewachsen auf einer kleinen Farm in den Niederlanden und seit vielen Jahren Teil der Bio-Bewegung, ist die studierte Biologin und Philosophin Louise Luttikholt seit Juli 2018 Geschäftsführerin des internationalen Dachverbandes eben dieser Bio-Bewegung. IFOAM – Organics International ist zudem Schirmherr der BIOFACH, Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, mit ihren internationalen Tochterveranstaltungen der BIOFACH World rund um den Globus.

Fokus auf Nachhaltigkeit, Bio und Fairtrade

Luttikholts klarer Fokus liegt auf Nachhaltigkeit, Bio und Fairtrade. Die berufliche Laufbahn umfasst denn auch verschiedenste Stationen im Bereich Bio-Landwirtschaft, fairer Handel und Entwicklungszusammenarbeit. In ihrer neuen Rolle als Geschäftsführerin bei IFOAM – Organics International hat sie ein klares Ziel vor Augen: die Bio-Branche weiter stärken, Organic 3.0 und die entsprechenden Zukunftskonzepte weiter vorantreiben, aber auch: Den Menschen zeigen, dass eine ökologische Landwirtschaft ein Mittel ist, die Welt gesünder zu machen. Bio als gesundes System, also.

Persönlich begeistert sie sich fürs biologische Gärtnern und lässt sich zu immer neuen vegetarischen Gerichten inspirieren! Wir haben uns mit ihr unter anderem darüber unterhalten, was sie kulinarisch begeistert, und wie die Erinnerung an die eigene Kindheit schmeckt…

Der kulinarische Fragebogen

Ich heiße…
Louise Wilhelmina Maria Luttikholt. Meine Großmutter und Patentante habe mir die ‚Wilhelmina‘ verschafft. ‚Maria‘ ist ein häufiger Zuname in den katholischen Niederlanden.

Meine Heimat – zuhause fühle ich mich…
da, wo ich bei Freunden, und vor allem meinem Partner bin. Das ist aber nicht an einen Ort gebunden.

Hier treibt meine Begeisterung Blüten:
Wenn ich erlebe, wie es bei Bäuerinnen und Bauern „Klick“ macht und sie Öko-Landbau als ihren Entwicklungsweg begreifen. Manchmal kann ich so ein Moment von den Gesichtern ablesen!

In der Küche schwöre ich auf:
Viele Gewürze und Kräuter, und wenig Salz.

Die Erinnerung an meine Kindheit schmeckt nach:
Kalte Rohmilch aus dem Milchtank genascht, bei heißem Wetter.

Ohne diesen Geschmack könnte ich nicht leben:
Wenn Gerüche zu Geschmäckern zählen: der Geruch von gutem Kompost.

Meine Top-3-Hitliste „Lieblingsessen“:
Reis mit Dahl (siehe unten!) Bohneneintopf Vla, das ist ein niederländischer Nachtisch, ein bisschen wie flüssiger Pudding

Mein einprägsamstes Erlebnis in einem Restaurant:
Speck im vegetarischen Salat zu finden und dann das Unverständnis der Kellner auf mein Lachen darüber.

So wird das gemacht, und nicht anders:
Reis mit Dahl. Das bereite ich mir zu, wenn es schnell gehen soll…. Einfach aromatischen Reis ankochen und in der „Heukiste“ (Anmk. der Redaktion: Kochkiste, die mit Heu ausgestopft wird) stellen, damit er schön quillt und dabei nicht anbrennt. Rote Linsen in purierten Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer mit Koskosmilch aufkochen und gute Curry-Gewürze dazugeben. Köcheln und inzwischen den Tisch decken. Papadams unter den Grill und selbstgemachtes Kürbis-Chutney dazu. Und alles ist in 15 Minuten fertig!

Mein Allheilmittel, wenn es mir mal nicht gut geht:
Kräuter-Tee in verschiedensten Sorten. Übrigens auch wenn’s mir gut geht!

Wenn ich für jemanden kochen dürfte, dann für:
Julia Klöckner. Ich stelle mich vor, dass wir uns eindringlich und intensiv unterhalten würden und unsere Meinungen näher beieinander liegen als wir vielleicht vermuten.

Wenn ich reise, esse ich am liebsten:
Die lokalen Süßspeisen. Ich bin mit dem Fahrrad unterwegs und kann ungestraft viel Kalorisches probieren!

Bei diesem Mahl kenne ich keine Grenzen:
Spargelrisotto

Vielen Dank für das Gespräch!

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