Freitagmittag vor dem Opernhaus Nürnberg. Auf dem Richard-Wagner-Platz steht ein Transporter bereit, beladen mit Generatoren, Powerstations, Solarpaneelen, Spielzeug und weiteren Hilfsgütern. Menschen kommen zusammen, sprechen miteinander, packen an. Wenige Minuten später wird der Lkw Richtung Osten starten – Ziel: Nürnbergs Partnerstadt Charkiw.
Was hier beginnt, ist mehr als ein logistischer Vorgang. Es ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie Städtepartnerschaft in schwierigen Zeiten gelebt werden kann: praktisch, gemeinschaftlich und getragen von Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Hilfe, die ankommt
Organisiert wird der Transport im Umfeld des Partnerschaftsvereins Nürnberg–Charkiw, unterstützt von der Stadt Nürnberg und dem Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg. Die Hilfsgüter sind für Menschen bestimmt, die in Charkiw geblieben sind – in einer Stadt, die nur rund 30 Kilometer von der Front entfernt liegt und dennoch versucht, ihren Alltag aufrechtzuerhalten.
Insgesamt wurden für diesen Transport – durch Geldspenden und gezielte Investitionen in Hilfsgüter – rund 25.000 Euro mobilisiert. Möglich wurde dies durch die Unterstützung zahlreicher Spenderinnen und Spender aus Nürnberg und der Region. „Wir helfen Menschen, die in Charkiv geblieben sind, die oftmals nichts mehr haben. In einer Partnerschaft hält man zusammen. In guten wie in schlechten“, betont Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König. Gerade nach Jahren des Krieges sei es wichtig, die Partnerschaft nicht nur symbolisch zu leben, sondern Menschen im Kriegsgebiet konkret zu unterstützen.

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