Die HOLZ HANDWERK Arena 2026 bot Raum für zentrale Zukunftsthemen des Handwerks – von neuen Arbeitsrealitäten über Fachkräftegewinnung bis hin zu Unternehmenskultur. Einer der Impulse richtete den Blick bewusst auf Diversität und strukturelle Zugangsfragen: Mit ihrem Vortrag „Thinking in and outside boxes“ zeigte Maren Kogge, Gründerin des gemeinnützigen Vereins „Buntes Handwerk e.V.“, warum Vielfalt im Handwerk ein relevanter Faktor für seine Zukunftsfähigkeit ist.
Der Weg zur Gründung von „Buntes Handwerk“
Ausgangspunkt für die Gründung von Buntes Handwerk waren persönliche Erfahrungen. Als Kirchenmalerin und Unternehmerin hatte Maren Kogge über Jahre hinweg eine offene, wertschätzende Unternehmenskultur aufgebaut. Doch sie merkte schnell, dass gelebte Vielfalt nicht an der eigenen Werkstatttür endet. „Ich kann noch so einen Safespace im eigenen Betrieb schaffen – ich kann meine Mitarbeitenden aber nicht vor dem schützen, was draußen auf Baustellen passiert“, schildert sie. Besonders Menschen mit Migrationshintergrund, Trans-Personen oder nicht-binäre Menschen würden im Arbeitsalltag häufig benachteiligt werden.
Ein prägender Moment war für Kogge ein Telefonat während ihrer Kandidatur zur Miss Handwerk. Ihr Wahlversprechen: Im Falle eines Sieges würde sie den Verein Buntes Handwerk gründen. Statt Unterstützung erhielt sie eine klare Warnung. Man solle doch lieber „nur über Frauen sprechen – Diversität und Inklusion liegen schwer im Magen“. Für Kogge war das der Wendepunkt: „Das war der Moment, in dem mir klar wurde: Jetzt erst recht. Es geht hier um viel mehr als um mich oder meine Karriere.“
Nach ihrer Wahl zur Miss Handwerk setzte sie 2023 ihr Versprechen um. Aus einer Initiative wurde ein gemeinnütziger Verein, getragen von mittlerweile vielen Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.





