• 28.05.2026

Vier Messen, vier Branchen – und ein gemeinsamer Nenner

Trotz Digitalisierung setzt das österreichische Unternehmen Pirlo konsequent auf Präsenz – und ist gleich auf vier Veranstaltungen der NürnbergMesse vertreten: FACHPACK, BIOFACH, Interzoo und European Coatings Show. Warum Fachmessen für den Spezialisten für Metallverpackungen weit mehr sind als reine Vertriebsplattformen, erklärt Marika Dubiel, Head of Marketing/PR bei der Pirlo Services GmbH.

Geschrieben von Stefan Jablonka

Messestand von Pirlo mit Vitrinen, Produkten und Besuchenden.

Vier Messen, vier Branchen, vier unterschiedliche Zielgruppen: Für Pirlo ist diese Präsenz kein Zufall, sondern Teil einer klaren Strategie. Das Unternehmen nutzt die Veranstaltungen der NürnbergMesse, um Kunden zu treffen, neue Märkte zu erschließen, Trends aufzunehmen – und sichtbar zu machen, was im persönlichen Gespräch oft schneller gelingt als über digitale Kanäle. „Natürlich funktionieren Zoom-Calls oder E-Mails“, sagt Dubiel. „Aber persönliche Gespräche sind einfach etwas anderes.“

Dabei sind die Messewelten durchaus verschieden. Die FACHPACK steht für Verpackung, die BIOFACH für Bio-Lebensmittel und Nachhaltigkeit, dieInterzoo für die internationale Heimtierbranche, die European Coatings Show für Farben, Lacke und Beschichtungen. Für Pirlo ergeben sich daraus unterschiedliche Gesprächsanlässe – aber ein gemeinsamer Nenner: der direkte Austausch.

Präsenz statt bloßer Produktpräsentation

Natürlich funktionieren heute auch Videokonferenzen, E-Mails und digitale Präsentationen. Doch für Pirlo ersetzen sie nicht das, was auf einer Messe entsteht: zufällige Begegnungen, direkte Rückfragen, persönliche Eindrücke und Gespräche, die sich nicht planen lassen. „Viele gute Gespräche entstehen ganz spontan“, sagt Dubiel. Gerade bei komplexen Produkten und individuellen Lösungen spielt Vertrauen eine wichtige Rolle.

Wer ausstellt, zeigt nicht nur Produkte, sondern Haltung, Kompetenz und Nähe zum Markt.

Messen seien deshalb nicht nur ein Ort, an dem Unternehmen verkaufen. Sie sind auch Bühne, Kontaktfläche und Resonanzraum. Wer ausstellt, zeigt nicht nur Produkte, sondern Haltung, Kompetenz und Nähe zum Markt. Für Pirlo ist genau das entscheidend – besonders dann, wenn unterschiedliche Branchen mit sehr unterschiedlichen Anforderungen angesprochen werden.

Eine Frau und ein Mann sprechen an Messetheke, auf der Produkte und Broschüren liegen.
Pirlo zeigt auf vier Messen, wie persönlicher Austausch, Design und Marktverständnis Branchen verbinden.

Vier Messen – vier Welten

Auf der FACHPACK geht es für Pirlo um Verpackungskompetenz. Auf der BIOFACH stehen Fragen rund um Lebensmittel, Nachhaltigkeit und hochwertige Produktpräsentation im Mittelpunkt. Die European Coatings Show öffnet den Zugang zu einer technisch geprägten Branche, in der Metallverpackungen für Farben, Lacke und Beschichtungen eine Rolle spielen.

Die Interzoo wiederum ist für Pirlo besonders interessant, weil das Unternehmen den Bereich Tiernahrung und Heimtierprodukte weiter ausbaut. Hier trifft Pirlo auf eine internationale Branche, in der Verpackung nicht nur funktional sein muss, sondern auch Emotion, Marke und Qualität vermittelt.

Gerade diese Unterschiede machen die vier Messeauftritte wertvoll. Jede Veranstaltung bietet andere Kontakte, andere Gespräche und andere Impulse. „Jede Messe hat ihre eigenen Besonderheiten“, sagt Dubiel. Gemeinsam zeigen sie, wie breit Pirlo seine Märkte denkt – und warum eine einzelne Messe diese Vielfalt kaum abbilden könnte.

Der Kuss trifft Metalldose

Dass Messen auch Orte der Inszenierung sind, wird am eigenen Stand deutlich. Statt schlichter Standardverpackungen präsentiert Pirlo dort heute bewusst hochwertig gestaltete Metallverpackungen mit emotionaler Wirkung. Ein Beispiel dafür ist die Gestaltung mit Gustav Klimts berühmtem Werk „Der Kuss“.

Die kunstvoll bedruckten Dosen ziehen Aufmerksamkeit auf sich und zeigen, dass Metallverpackungen auch Designobjekte und Markenbotschafter sein können. Oder, wie Dubiel es auf den Punkt bringt: „Wenn wir was gut können, dann wollen wir auch zeigen, dass wir das gut können.“

Die Verbindung ist dabei doppelt symbolisch: 1908 – im selben Jahr, in dem Klimt „Der Kuss“ schuf – wurde auch Pirlo gegründet. Diese Parallele greift das Unternehmen heute bewusst auf.

Frau mit blonden schulterlangen Haaren steht vor Bildschirm mit Pirlo Logo und Motiv „Der Kuss“ von Gustav Klimt.
Messen sind für Pirlo nicht nur Präsentationsfläche, sondern auch Raum für Beobachtung und Inspiration.

Nicht nur Aussteller, sondern auch Beobachter

Interessant ist dabei auch der eigene Blick von Pirlo auf das Messegeschehen. „Wir sind nicht nur als Aussteller hier“, sagt Marika Dubiel. „Wir schauen uns selbst auch neugierig um.“ Messen dienen dazu, Trends aufzunehmen, neue Entwicklungen kennenzulernen und Inspiration aus anderen Branchen mitzunehmen. Die Veranstaltungen bieten Gelegenheit, Entwicklungen in unterschiedlichen Branchen direkt wahrzunehmen: Welche Themen beschäftigen Kunden? Welche Anforderungen verändern sich? Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit, Design, kleinere Chargen oder individuelle Lösungen?

Gerade diese Offenheit könnte ein Grund dafür zu sein, warum Pirlo inzwischen in so unterschiedlichen Märkten erfolgreich unterwegs ist.

Autor

Portrait von Stefan Jablonka
Stefan Jablonka