Theresa Lang, Werkstudentin im Bereich AI & Data, engagiert sich seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit. Jede Woche trainiert sie Kinder und Jugendliche im Handball, organisiert die Sternsingeraktion und begleitet die jährliche Zeltfreizeit des Vereins Christelried.
Besonders die Zeltfreizeit prägt ihr Ehrenamt: Zehn Tage lang verbringen rund 50 Kinder und Jugendliche gemeinsam mit dem Betreuerteam mitten in der Natur – ohne Strom, ohne fließendes Wasser und fernab vom Alltag.
Im Interview erzählt sie, wie sie selbst zum Ehrenamt gekommen ist, warum die Arbeit mit jungen Menschen sie bis heute begeistert und was sie persönlich daraus mitnimmt.
Wie bist du zu deinem Ehrenamt in der Kinder- und Jugendarbeit gekommen und was macht dir daran besonders Freude?
Zu meinem Ehrenamt bin ich vor allem durch meine Familie gekommen. Meine Eltern haben mir schon früh vorgelebt, wie wertvoll Gemeinschaft und Vereinsleben sind. Deshalb gehörten sowohl der Sportverein als auch das Sternsingen schon von klein auf zu meinem Alltag. Seit meinem achten Lebensjahr spiele ich Handball. Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass ich als Trainerin selbst Verantwortung übernehmen und etwas an jüngere Generationen weitergeben kann. Es macht mir große Freude, Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern und sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten.
Auch beim Sternsingen gab es für mich einen natürlichen Übergang: Als Kind war ich viele Jahre selbst als Sternsingerin unterwegs, später habe ich die erfahrenen Betreuerinnen und Betreuer unterstützt und schließlich gemeinsam mit meiner Schwester die Organisation übernommen.
Zur Zeltfreizeit bin ich über meine Cousine gekommen. Nachdem ich selbst als Teilnehmerin zwei unvergessliche Sommer erleben durfte, stand für mich schnell fest, später als Betreuerin mitzumachen. Heute freue ich mich besonders darüber, Kindern und Jugendlichen ähnliche Erinnerungen ermöglichen zu können.
Ein großer Teil deines Ehrenamts ist die Zeltfreizeit im August. Was macht sie für dich und die Kinder so besonders?
Die Zeltfreizeit ist für mich jedes Jahr etwas ganz Besonderes. Für zehn Tage steigen wir bewusst aus dem oft hektischen Alltag aus und konzentrieren uns auf das Wesentliche. Unser Zeltplatz liegt auf einer Lichtung mitten im Wald – ohne fließendes Wasser, ohne Strom und mit kaum Handyempfang. Gerade diese besondere Umgebung macht die Freizeit für die Kinder so wertvoll. Statt Smartphones und digitalen Medien stehen gemeinsames Spielen, Abenteuer, Lagerfeuer, neue Freundschaften und das Miteinander im Mittelpunkt. Es ist schön zu beobachten, wie die Kinder in dieser Zeit aufblühen und merken, dass es oft gar nicht viel braucht, um glücklich zu sein.
Für viele Kinder ist es außerdem das erste Mal, mehrere Tage ohne ihre Eltern unterwegs zu sein. Sie übernehmen Verantwortung, arbeiten im Team zusammen und wachsen dabei oft über sich hinaus. Besonders beeindruckend ist für mich jedes Jahr zu sehen, wie viel Selbstvertrauen sie in diesen zehn Tagen gewinnen.


