Fahrzeuge rollen auf die Parkflächen am Eingang Mitte, Autotüren öffnen sich, Ladekabel werden eingesteckt. Ein kurzer Blick auf die Anzeige – dann machen sich die ersten Gäste auf den Weg Richtung Messehallen. Was im Hintergrund weiterläuft: der Ladevorgang. Der Messebesuch hat längst begonnen.
Für viele Gäste ist genau das entscheidend. Alex Woldrich, Programmchef von Radio Fantasy aus Augsburgund Besucher bei denLokalmedientagen in Nürnberg, bringt es auf den Punkt: „Zum einen ist es super, weil ich direkt am Eingang parken kann. Und zum anderen hast du einfach ein gutes Gefühl – wir hatten eine längere Anreise und so fährst du nachhaltiger. Ich gehe jetzt noch in Panels und in der Zeit lädt das Auto.“
Eine Infrastruktur, die mit den Erwartungen wächst
Mit inzwischen über 220 Ladepunkten haben wir die Infrastruktur für die Anreise mit dem E‑Auto in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Hintergrund ist ein klarer Wandel in der Mobilität. „Wir erleben derzeit einen Paradigmenwechsel: Die Zahl der E‑Fahrzeuge steigt seit Jahren dynamisch – sowohl im privaten Bereich als auch in Unternehmensflotten“, erklärt Florian Wernhammer, Leiter Technical Maintenance bei der NürnbergMesse. Gleichzeitig verändern sich die Erwartungen der Nutzerinnen und Nutzer: Laden soll nicht nur möglich sein, sondern komfortabel, zuverlässig und jederzeit verfügbar.
Dass dieser Bedarf real ist, zeigt ein Blick auf die Nutzung. Allein im Jahr 2025 wurden im Messezentrum Nürnberg knapp 6.700 Ladevorgänge registriert. Dabei wurden über 200.000 kWh Energie abgegeben – genug, um mit modernen E‑Autos insgesamt mehr als eine Million Kilometer zurückzulegen. Was früher ein zusätzlicher Service war, wird damit zunehmend zum festen Bestandteil der Messeteilnahme.
Diese Entwicklung passt zu einer zentralen Erkenntnis ressourcenschonender Veranstaltungsorganisation: Die Anreise ist einer der größten Hebel, wenn es darum geht, Emissionen zu reduzieren. Gleichzeitig gilt: Bewusstes Verhalten entsteht dort, wo die passenden Rahmenbedingungen vorhanden sind. Ladeinfrastruktur wird damit zur Voraussetzung – nicht nur zum Angebot.



