• 26.08.2026

Mut zur Auszeit: Was eine Pause vom Arbeitsalltag bewirken kann

Eine längere Reise antreten, Zeit mit Familie und Freunden verbringen oder sich bewusst Raum für neue Erfahrungen schaffen: Mit dem Benefit myTime bietet die NürnbergMesse ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, eine berufliche Auszeit von bis zu sechs Monaten zu nehmen – bei gesichertem Arbeitsplatz. Doch wie erlebt man eine solche Auszeit? Welche Eindrücke bleiben und was nimmt man davon mit zurück in den Berufsalltag? Darüber sprechen zwei Mitarbeitende, die ihre myTime auf ganz unterschiedliche Weise genutzt haben.

Geschrieben von Johanna Köhler

Menschen am Strand bei Sonnenuntergang vor Bergen.

Manchmal braucht es Zeit, um lang gehegte Wünsche zu verwirklichen oder den Blick auf das eigene Leben aus einer neuen Perspektive zu richten. Mit myTime unterstützen wir unsere Mitarbeitenden dabei, sich diesen Freiraum bewusst zu nehmen. Das Angebot ermöglicht es ihnen, sich über mehrere Monate aus dem Arbeitsalltag zurückzuziehen und persönliche Ziele in den Mittelpunkt zu stellen.

Heike Roggenbuck, Assistentin der Business Unit Business Development, erfüllte sich einen langjährigen Traum von einer sechsmonatigen Auszeit. Ohne festen Plan reiste sie durch Europa, arbeitete in verschiedenen Projekten mit und sammelte unterwegs zahlreiche Erfahrungen und Begegnungen. Für Maximilian Hensel, Pressereferent bei der NürnbergMesse, bedeutete myTime drei Monate in Südamerika. Gemeinsam mit seiner Frau verbrachte er Zeit bei ihrer Familie in Rio de Janeiro und nutzte die Auszeit, um Brasilien sowie Chile, Argentinien und Bolivien intensiver kennenzulernen. Im Doppelinterview berichten beide von besonderen Momenten, persönlichen Erkenntnissen und ihrer Rückkehr zur NürnbergMesse.

Wofür habt ihr eure myTime genutzt und warum war genau dieser Zeitpunkt der richtige dafür?

Heike Roggenbuck:

Schon seit vielen Jahren hatte ich den Wunsch, mir einmal eine längere Auszeit zu nehmen. Als sich die Möglichkeit ergab, Urlaubstage, Überstunden und myTime zu kombinieren, habe ich die Chance ergriffen und mir sechs Monate Zeit genommen. Einen festen Plan hatte ich dabei bewusst nicht. Ich wollte mich treiben lassen und spontan entscheiden, worauf ich Lust habe. So arbeitete ich in verschiedenen Workaway-Projekten mit, wanderte mit einem Esel durch die Cevennen, half bei Renovierungsarbeiten in Frankreich, betreute Welpen auf Kreta und erkundete zahlreiche Orte in Europa.  

Maximilian Hensel:

Ich habe mir eine dreimonatige myTime genommen, um mit meiner Frau eine längere Zeit bei ihrer Familie in Rio de Janeiro zu verbringen, ihr Heimatland intensiver kennenzulernen und durch Südamerika zu reisen. Mit myTime konnte ich mir diesen Traum erfüllen. Einen perfekten Zeitpunkt für eine solche Auszeit gibt es wahrscheinlich nie. Umso dankbarer bin ich meinem Team, das mich in dieser Zeit unterstützt und vertreten hat.

Welcher Moment oder welche Erfahrung ist euch aus eurer Auszeit besonders in Erinnerung geblieben?

Heike Roggenbuck:

Es gibt viele besondere Erinnerungen, doch die Wanderung mit meinem Esel Origan durch die Cevennen gehört definitiv dazu. Gemeinsam rund 225 Kilometer zurückzulegen und dabei im Tempo des Tieres unterwegs zu sein, hat mich geprägt. Der Esel hat mich zur Entschleunigung gezwungen und mir gezeigt, wie gut es tut, nicht immer alles möglichst schnell erledigen zu wollen. Ebenso in Erinnerung geblieben sind die vielen Begegnungen mit Menschen, beeindruckende Landschaften und die seltenen Momente, in denen ich einfach einmal gar nichts getan habe. Eine ganz besondere Erinnerung begleitet mich bis heute jeden Tag: Während meiner Zeit auf Kreta ist mein Hund bei mir „hängen geblieben“. Er erinnert mich noch heute an diesen besonderen Abschnitt meiner Reise.

Maximilian Hensel:

Besonders spannend war für mich, den Alltag in Rio de Janeiro zu erleben. Während eines längeren Aufenthalts erlebt man ein Land ganz anders. In Erinnerung geblieben sind mir vor allem viele spontane Begegnungen mit Freunden, Events mit der Familie und Begegnungen mit Menschen im Alltag. Erst durch diese Erfahrungen bekommt man ein echtes Gefühl dafür, wie die Menschen vor Ort leben. 

Person mit bepacktem Esel auf Wanderweg vor Berghang.
Besonders die Reise durch die Cevennen zeigte Kollegin Heike, wie bereichernd es sein kann, bewusst einen Gang zurückzuschalten.

Hat euch die myTime persönlich oder beruflich verändert? Wenn ja, wie?

Heike Roggenbuck:

Das größte Geschenk meiner Reise war die Erkenntnis, stärker im Hier und Jetzt zu leben. Zu Beginn war ich oft damit beschäftigt zu überlegen, was als Nächstes kommt, anstatt den aktuellen Moment zu genießen. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, bewusster auf meine eigenen Bedürfnisse zu hören und auch Grenzen zu setzen. Beruflich hat mich die Auszeit darin bestärkt, dass ich mit meiner Tätigkeit genau am richtigen Platz bin und weiterhin mit großer Freude bei der NürnbergMesse arbeite.  

Maximilian Hensel:

Jeder längere Auslandsaufenthalt verändert den Blick auf die eigene Heimat ein Stück weit. Mich haben besonders die Herzlichkeit, die Flexibilität und die Lebensfreude der Brasilianer beeindruckt. Gleichzeitig wurde mir bewusst, wie außergewöhnlich es ist, von seinem Arbeitgeber eine Möglichkeit wie myTime angeboten zu bekommen und dass Benefits wie dieser alles andere als selbstverständlich sind.

Wie habt ihr die Rückkehr zur NürnbergMesse erlebt und was würdet ihr Kolleginnen und Kollegen raten, die selbst über eine myTime nachdenken?

Heike Roggenbuck:

Mir fiel die Rückkehr überraschend leicht. Da ich Anfang Januar zurückkam, hatte ich genügend Zeit, mich wieder in den Arbeitsalltag einzufinden. Meine Arbeit macht mir nach wie vor große Freude. Mein Rat an alle, die über myTime nachdenken: Traut euch. Ganz gleich, ob ihr eine Reise plant oder euch bewusst überraschen lassen wollt – eine solche Auszeit erweitert den Horizont und schenkt Erfahrungen, die euch niemand mehr nehmen kann.

Maximilian Hensel:

Die Rückkehr war zunächst etwas surreal. Man plant die Auszeit über Monate hinweg, organisiert Übergaben und beschäftigt sich intensiv mit dem Abschied auf Zeit. Und plötzlich sitzt man wieder am Schreibtisch und der Alltag läuft weiter. Genau das habe ich aber als sehr positiv empfunden. Das Team hat mich herzlich aufgenommen und der Wiedereinstieg verlief völlig unkompliziert. Wer die Möglichkeit hat, einen persönlichen Traum zu verwirklichen, sollte diesen Schritt wagen. 

Person steht auf Felsen über Flusstal mit Bergen.
Maximilians Reise führte auch auf den Mirador del Río de las Vueltas bei El Chaltén in Argentinien.

myTime bei der NürnbergMesse

Mit dem Benefit myTime können Mitarbeitende der NürnbergMesse eine berufliche Auszeit von einem bis sechs Monaten nehmen. Der Arbeitsplatz bleibt während dieser Zeit erhalten.

Voraussetzungen auf einen Blick:

  • Mindestens drei Jahre Betriebszugehörigkeit
  • Auszeit zwischen einem und sechs Monaten
  • Zustimmung der Führungskraft
  • Nutzung von Urlaubstagen (2/3 des Jahresurlaubs) und Arbeitszeitkonto
  • Individuelle Planung gemeinsam mit HR
  • Zustimmung des Betriebsrats

Gut zu wissen: 
myTime bietet die Möglichkeit, persönliche Ziele zu verwirklichen, neue Erfahrungen zu sammeln oder sich bewusst Zeit für das zu nehmen, was im Alltag oft zu kurz kommt. 

Autor

Portrait Johanna Köhler
Johanna Köhler