• 05.08.2026

Hello Helping Hands: Ein Monat voller Begegnungen

Zehn Projekte, zahlreiche Begegnungen und viele helfende Hände: Mit dem Corporate Volunteering Month hat die NürnbergMesse im Juli erstmals ein unternehmensweites Engagementformat für ihre Mitarbeitenden umgesetzt. Gemeinsam mit der Organisation TÜREN ÖFFNEN engagierten sich Kolleginnen und Kollegen während der Arbeitszeit in sozialen und ökologischen Projekten in der Metropolregion Nürnberg. Was blieb, sind nicht nur sichtbare Ergebnisse in den Einrichtungen und Projekten, sondern vor allem persönliche Begegnungen, neue Perspektiven und Erfahrungen, die vielerorts noch lange nachwirken.

Geschrieben von Johanna Köhler

Gruppe von Personen steht auf Wiese vor Zelten und hebt Hände zum Gruppenfoto.

Es sind die kleinen Momente, die oft am längsten in Erinnerung bleiben. Ein gemeinsames Mittagessen mit Kindergartenkindern. Ein dankbarer Blick an einer Ziellinie. Ein Gespräch, das trotz sprachlicher Unterschiede mühelos funktioniert. Oder das gute Gefühl, am Ende eines Tages etwas sichtbar verändert zu haben.

Genau solche Momente standen im Mittelpunkt unseres ersten Corporate Volunteering Month. Gemeinsam mit der Mittlerorganisation TÜREN ÖFFNEN haben wir im Juli zehn unterschiedliche Projekte in der Metropolregion Nürnberg umgesetzt. Die Bandbreite reichte von Begegnungsformaten mit Kindern, Menschen mit Behinderung und Seniorinnen und Senioren über handwerkliche Einsätze in sozialen Einrichtungen bis hin zu Natur- und Renaturierungsprojekten. So unterstützten unsere Mitarbeitenden zum Beispiel soziale Einrichtungen bei Veranstaltungen oder engagierten sich gemeinsam mit dem Bund Naturschutz und weiteren Partnern für den Erhalt wertvoller Naturflächen.  

Dabei ging es nicht nur darum, tatkräftig anzupacken. Ziel war es, Zeit, Aufmerksamkeit und Unterstützung dort einzubringen, wo sie gebraucht werden und gleichzeitig neue Perspektiven kennenzulernen.

Eine Premiere mit großer Resonanz

Von Beginn an sollte Mitarbeitenden die Möglichkeit gegeben werden, sich während der Arbeitszeit in sozialen und ökologischen Projekten zu engagieren und dabei lokale Organisationen in der Region zu unterstützen. „Unser Ziel war es, die Werte, die wir intern bei der NürnbergMesse leben und kommunizieren, auch nach außen sichtbar zu machen", sagt Franziska Meichner aus dem Projektteam bei der NürnbergMesse. „Gleichzeitig wollten wir Menschen und Organisationen unterstützen, die auf Hilfe, Spenden oder ehrenamtliches Engagement angewiesen sind.“ Besonders beeindruckt habe sie das große Engagement der Mitarbeitenden: „Auch wenn bei manchen Projekten in der Planung oder Organisation nicht immer alles rund gelaufen ist, haben die Teams vor Ort immer das Beste daraus gemacht und mit viel Einsatz angepackt.“

Viele Projekte waren innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Noch wichtiger war jedoch die Rückmeldung der Teilnehmenden. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen signalisierten bereits während des Monats, dass sie auch bei einer Neuauflage gerne wieder dabei wären. Für das Projektteam ein deutliches Zeichen dafür, dass das Engagement nicht nur den unterstützten Einrichtungen zugutekommt, sondern auch bei unseren Mitarbeitenden nachhaltig Eindruck hinterlässt.

Gruppe aus Erwachsenen und Kindern vor Tiergehege im Tiergarten, mehrere tragen Rucksäcke.
Begegnungen entstehen ganz selbstverständlich, wenn Menschen Zeit miteinander verbringen.

Begegnungen, die in Erinnerung bleiben

Wie unterschiedlich die Erfahrungen während des Corporate Volunteering Month waren, zeigen die Erlebnisse der Teilnehmenden. Katharina Ostertag, Managerin Unternehmenskommunikation bei der NürnbergMesse, begleitete eine Integrationsklasse der Bartholomäus-Schulebei einem Ausflug in den Tiergarten Nürnberg. Beeindruckt hat sie dabei vor allem das Miteinander der Kinder: „Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, wie offen und herzlich die Kinder uns begegnet sind. Trotz sprachlicher Barrieren haben sie sich gegenseitig unterstützt und füreinander übersetzt, damit niemand ausgeschlossen wird. Das hat mich sehr beeindruckt.“ Hier zeigte sich, wie selbstverständlich Begegnung entstehen kann, wenn Menschen Zeit miteinander verbringen und gemeinsame Erlebnisse teilen. 

Gruppe steht vor rotem Spielgerät im Innenraum eines Kindergartens.
Oft sind es gemeinsame Erfahrungen, die bei allen Beteiligten den größten Eindruck hinterlassen.

Gemeinsam etwas Bleibendes schaffen

Bei anderen Projekten stand das praktische Anpacken im Vordergrund. Marcel Kreß, Head of Customer Success Gastveranstaltungen bei der NürnbergMesse, unterstützte die Maleraktion im Kindergarten St. Martin. Am Ende des Tages waren die Veränderungen sichtbar. Doch für ihn blieb vor allem etwas anderes in Erinnerung: „Was ich von diesem Tag mitgenommen habe, ist, wie viel Wirkung gemeinsames Engagement haben kann. Natürlich war es schön zu sehen, wie die neu gestalteten Räume den Kindergarten verändert haben. Noch mehr beeindruckt hat mich aber die Freude, die wir damit bei den Kindern, Eltern und dem Team vor Ort auslösen konnten.“ Besonders das gemeinsame Mittagessen mit den Kindern sei ihm im Gedächtnis geblieben. Ihre offene und herzliche Art habe gezeigt, dass bereits ein einzelner Tag einen nachhaltigen Unterschied machen kann.  

Teamgeist und Perspektivwechsel

Einen ganz anderen Charakter hatte das Projekt „Run & Roll“ beim B2Run. Gemeinsam mit Mitarbeitenden von PUMA unterstützten unsere Kolleginnen und Kollegen Teilnehmende der Boxdorfer Werkstattauf der rund sechs Kilometer langen Strecke. Im Mittelpunkt standen dabei Begegnung, Teamgeist und die gemeinsame Erfahrung auf der Laufstrecke.

Für René Dietrich, Sales Manager bei der NürnbergMesse, war vor allem die Perspektive entscheidend, die der Tag eröffnet hat: „Durch die Aktion wurde man wieder ein Stück weit geerdet. Manche Dinge aus dem Alltag erscheinen plötzlich deutlich weniger wichtig. Zu erleben, wie viel Freude und Begeisterung bei den Teilnehmenden entstanden ist und wie viel Dankbarkeit zurückkommt, war für mich das Wertvollste an diesem Tag.“ Gerade solche Begegnungen machen deutlich, dass gesellschaftliches Engagement weit mehr sein kann als eine einmalige Hilfsaktion. Oft entstehen daraus Erfahrungen, die noch lange nachwirken.

Gruppe mit Startnummern und Rollstühlen versammelt sich vor B2Run.
Manchmal entsteht die größte Wirkung dort, wo Menschen ein Stück des Weges gemeinsam gehen.

Mehr als ein einzelner Einsatztag

Diese nachhaltige Wirkung beobachtet auch TÜREN ÖFFNEN, die das Projekt gemeinsam mit uns umgesetzt und begleitet haben. „Neben der direkten Wirkung im Sinn der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit ist ein solcher Tag für die Teilnehmenden immer auch die Möglichkeit, Einblick in meist fremde Lebens- und Arbeitswelten zu gewinnen und daraus Impulse für das eigene Leben und Arbeiten mitzunehmen“, erklären Petra Molzahn und Frank Braun von der Projektleitung TÜREN ÖFFNEN. „Die Erfahrung, wie viel Gutes an nur einem Einsatztag geschaffen werden kann, wirkt meist noch lange nach.“ Gleichzeitig profitieren die beteiligten Einrichtungen ganz konkret von der Unterstützung. Projekte können umgesetzt werden, für die im Alltag häufig Zeit, Personal oder finanzielle Mittel fehlen.  

Engagement mit Zukunft

Seit mehr als 20 Jahren vermittelt TÜREN ÖFFNEN Kooperationen zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Einrichtungen in der Metropolregion Nürnberg. Dabei beobachten die Verantwortlichen einen deutlichen Wandel. „Für Unternehmen ist Corporate Volunteering eine perfekte Möglichkeit, Nachhaltigkeitsziele mit dem Wunsch zu verknüpfen, sich vor Ort zu engagieren“, sagen Molzahn und Braun. Darüber hinaus sei ein solcher Tag oftmals auch für das Teambuilding wirksamer als viele klassische Formate und habe nachweislich positive Effekte auf Motivation und Zusammenhalt.

Unser erster Corporate Volunteering Month hat gezeigt, welches Potenzial in gemeinschaftlichem Engagement steckt. Zwischen frisch gestrichenen Gruppenräumen, Tiergartenbesuchen, Laufstrecken und sozialen Begegnungen entstand etwas, das sich nicht in Arbeitsstunden messen lässt: das Bewusstsein, gemeinsam etwas bewegen zu können.

Und manchmal beginnt gesellschaftliches Engagement genau dort – mit einem einzigen Tag, an dem Menschen ihre Zeit und ihr Engagement einbringen und dabei selbst etwas Wertvolles zurückbekommen. 

Autor

Portrait Johanna Köhler
Johanna Köhler