Indien und Deutschland sind unter den Top 5 der Möbelproduzenten weltweit. Durch das neue Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU wird sich der Austausch weiter intensivieren. Was den Subkontinent besonders attraktiv macht, sind seine hohe Innovationsfreudigkeit und die schnelle Einführung neuer Technologien.
Das zeigt sich speziell auf dem indischen Möbelmarkt. Trendanalysen sagen ihm ein Wachstum von 26,5 (2025) auf 55,5 Milliarden Euro (2032) voraus, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 11,1 Prozent entspricht. Treiber eines der am schnellsten wachsenden Möbelmärkte ist der rasante Anstieg von Homeoffice und der Gig-Economy (Freiberufler und Solo-Selbstständige).
„Indien bietet einen dynamischen und wachsenden Markt und deutsche Unternehmen bringen Technologien mit, die die weitere industrielle Entwicklung des Landes unterstützen können“, bringt es Annett Bässler, stellvertretende Generalkonsulin Deutschlands in Indien, auf den Punkt. Sie weiß: „Viele deutsche Unternehmen sind seit Jahren und teils Jahrzehnten im Land, andere beginnen, nun die Produktion vor Ort in Betracht zu ziehen, da sie darin langfristiges Potenzial sehen.“
Langjährige Partnerschaften neu belebt
Dieses Potenzial schon lange erkannt hat die Hettich Group – das Familienunternehmen in vierter Generation ist einer der weltweit größten Hersteller von Möbelbeschlägen. Seit 25 Jahren in Indien präsent, wurde erst kürzlich eine neue Fertigungshalle im westindischen Indore eröffnet, die jährlich 60 Millionen Scharniere und 5 Millionen Schienen für Schubladen produziert. „Ein Meilenstein auf dem langen Weg unserer Verbundenheit mit dem indischen Markt und eine der technologisch fortschrittlichsten Anlagen“, sagt Andre Eckholt, Managing Director bei Hettich India, zuständig für die Wirtschaftsunion SAARC, den Mittleren Osten und Afrika.



