Sonja Wernhammer Impfzentrum
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Karriere verwirklichen

Anpacken statt Kurzarbeit

In der Pandemie unterstützt die NürnbergMesse die Stadt Nürnberg mit ihrer Expertise. Für Mitarbeiterin Sonja Wernhammer ergeben sich dadurch spannende neue Perspektiven. Statt Kurzarbeit heißt es für sie: Anpacken im Impfzentrum.

Kurz nach Weihnachten wurde der erste Nürnberger Bürger gegen das Corona-Virus geimpft. Seitdem erhielten über 100.000 Nürnbergerinnen und Nürnberger mindestens eine Dosis gegen das Virus im Impfzentrum in der Messehalle 3C. Weil bei der Organisation des Impfzentrums die Expertise der Messe-Spezialistinnen und -Spezialisten gefragt ist, holt die NürnbergMesse ganz gezielt Mitarbeiter aus der Kurzarbeit und leiht sie über das Modell der sogenannten „Arbeitnehmerüberlassung“ an das Impfzentrum der Stadt aus.

Auch Sonja Wernhammer leistet ihren Beitrag, damit die Impfungen in Nürnberg vorangehen. Die Mitarbeiterin der NürnbergMesse ist eigentlich Spezialistin für Schadensabwicklung in der Abteilung „Service Operations & Security“. Doch mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ging sie wie rund 60 Prozent der rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Nürnberg in Kurzarbeit. Als die Stadt um Unterstützung beim Impfzentrum bat, war diese Zwangspause für Sonja Wernhammer schnell beendet.

Seitdem ist ihre neue, wichtige Aufgabe die Impfstoffkoordination. „Ich fordere den benötigten Impfstoff bei der Regierung von Mittelfranken an und verteile die für Nürnberg zugewiesenen Dosen auf die verschiedenen Impfteams in Altersheimen, Impfzentren und Krankenhäusern“, berichtet Sonja Wernhammer von ihrer Arbeit.

Nürnberger Impfzentrum in der Halle 3C

Über 100.000 Nürnbergerinnen und Nürnberger haben in der Messehalle 3C mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten.

Einzigartige und herausfordernde Aufgaben

Der schnelle Umstieg in das neue Arbeitsfeld war nicht einfach, erinnert sie sich: „Anfangs war das schon eine große Herausforderung und ich habe mich abends manchmal gefragt, ob ich das schaffe. Nach einer Woche kam dann aber die Zuversicht. Es geht ja um Organisation – und das machen wir bei der Messe ja täglich!“ Ähnlich wie Sonja Wernhammer muss es auch den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Orga-Team des Impfzentrums gegangen sein, das sich aus Kolleginnen und Kollegen aus dem Wohnungsamt, der Bauordnungsbehörde, dem Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR), dem Bürgermeisteramt und dem Amt für Internationale Beziehungen zusammensetzt.

Für Sonja Wernhammer liegt genau darin der Reiz der neuen Aufgabe: „Es ist ein wunderbarer Nebeneffekt, dass ich viele neue Leute kennenlerne und so auch mein Netzwerk vergrößere. Ich tausche mich viel mit den Chefärzten der Kliniken aus. Und hin und wieder rufen auch Impflinge an, die sich für die gute Organisation im Impfzentrum bedanken wollen.“

Nürnberger Impfzentrum in der Halle 3C

"Hin und wieder rufen auch Impflinge an, die sich für die gute Organisation im Impfzentrum bedanken wollen.“

„Eine absolute Win-win-Situation“

Für die NürnbergMesse bedeutet die Ausleihe der Mitarbeiterin an die Gesellschafterin Stadt Nürnberg nicht nur eine Gehaltseinsparung: „Wir freuen uns, dass die Expertise unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so gefragt ist. Wenn es ab Herbst wieder mit den Messen vor Ort losgeht, benötigen wir aber wieder die volle Man- und Womenpower!“, so Dr. Thomas Koch, Mitglied der Geschäftsleitung. Für Sonja Wernhammer endet zum Ende des Jahres der spannende und lehrreiche Ausflug in den Gesundheitssektor. „Für mich ist das aktuell die absolute Win-win-Situation. Aber ich freue mich auch schon wieder auf meinen Job bei der Messe. Die ‚NM‘ ist und bleibt einfach meine große Familie!“.

Maximilian Hensel
Online-Redaktion // Pressereferent Unternehmenskommunikation
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