• 14.04.2026

Kundengeschichten: Spielwaren und Nürnberg sind für Bruder eng verflochten

Kundengeschichten – wo Begegnung Zukunft schafft: Messen sind mehr als Orte, an denen Produkte gezeigt werden. Sie sind Momente der Begegnung. Hier entstehen Gespräche, die Ideen in Bewegung setzen, Partnerschaften, die wachsen, und Perspektiven, die bleiben. In der Serie „Kundengeschichten“ erzählen Aussteller, warum die NürnbergMesse für sie genau dieser Ort ist – jede Messe mit ihrem eigenen Schwerpunkt, jede Geschichte mit ihrem eigenen Blick.

Geschrieben von Stefan Jablonka

Mann mir kurzen grauen Haaren in schwarzen Anzug am Bruder Messestand auf der Spielwarenmesse.

Wenn Paul Heinz Bruder an die NürnbergMesse denkt, denkt er an die Spielwarenmesse. Für ihn sind beide untrennbar miteinander verbunden. „Für mich ist immer die Assoziation Nürnberg-Messe, Spielwarenmesse“, sagt er. Seit 1975 ist das Familienunternehmen Bruder als Aussteller vertreten – und damit fast so lange, wie das Messegelände in seiner heutigen Form besteht. Die Ursprünge der NürnbergMesse sieht er eng mit der Spielwarenindustrie verknüpft: „Die Grundentstehung der NürnbergMesse geht ja zurück auf die Spielwarenindustrie hier in Nürnberg.“

Frühe Prägung und persönlicher Einstieg

Seine erste Begegnung mit der Spielwarenmesse hatte Paul Heinz Bruder bereits als Jugendlicher. Damals noch ohne aktive Rolle im Unternehmen, aber mit dem Stolz, Teil dieses besonderen Ortes zu sein: „Als Jugendlicher war man natürlich auch mal ganz stolz, dass man auf die Spielwarenmesse mitgenommen wird“, erzählt er.  

Seit 1987 ist er selbst vor Ort – und hat die Entwicklung der Messe aus nächster Nähe miterlebt: vom klassischen Bestellplatz hin zu einer internationalen Plattform für Austausch, Beziehungen und Netzwerke. 

Drei Männer und eine Frau in Businesskleidung in einer Gesprächsrunde am Messestand der Spielwarenmesse.
Der persönliche Austausch auf der Spielwarenmesse ist für Bruder die Basis langfristiger Partnerschaften.

Vom Auftrag zur Beziehung

Früher wurde der Messeerfolg vor allem an konkreten Aufträgen gemessen. Heute entstehen Geschäftsabschlüsse meist zeitversetzt und oft digital.  

Geblieben ist jedoch der Kern der Spielwarenmesse: der persönliche Kontakt. „Besonders wichtig ist die persönliche Beziehung“, sagt er. Für Paul Heinz Bruder ist Nürnberg nach wie vor die wichtigste internationale Branchenmesse – ein Ort, an dem sich einmal im Jahr die zentralen Akteurinnen und Akteure der Spielwarenwelt begegnen. Wenn es um globale Vernetzung geht, sei Nürnberg aus Sicht von Paul Heinz Bruder deshalb klar: „the place to be“.

Spielwarenmesse als globale Plattform

Die Spielwarenmesse in Nürnberg zählt zu den weltweit bedeutendsten Fachmessen der Branche. Bei der 74. Ausgabe im Jahr 2025 präsentierten sich rund 2.362 Aussteller aus 71 Ländern; etwa 57.500 Fachbesucherinnen und -besucher aus 126 Nationen nutzten die Messe als zentrale Plattform für Marktüberblick, Produktneuheiten und Austausch.

Für Bruder ist diese Internationalität der entscheidende Faktor: „Einmal im Jahr die Möglichkeit, alle wesentlichen Personen an einem Platz zu treffen – das macht es aus.“ 

Mitarbeiterin mit blonden langen Haaren und goldenen Ohrringen in einem schwarzen Pulli montiert Spielzeugmodell in Produktionsumgebung mit weißen Handschuhen.
Für Bruder stehen auf der Messe nicht nur Produkte, sondern die Menschen und verlässliche Beziehungen im Mittelpunkt.

Mit der Spielwarenmesse verbindet Paul Heinz Bruder zahlreiche besondere Momente. Dazu zählen Meilensteine im eigenen Messeauftritt – etwa das Wachstum des Stands oder besondere Inszenierungen wie die Präsentation eines originalen Liebherr-Radladers im Außengelände. „Das war dann schon ein Highlight“, sagt er rückblickend.

Solche Momente stehen für ihn sinnbildlich für den Weg des Unternehmens: realitätsnah, detailgetreu und mit klarer Markenidentität. Nicht umsonst lautete der Slogan: „just like the real thing“.

Partnerschaft und Entwicklung

Auch die Zusammenarbeit mit der NürnbergMesse beschreibt Bruder als verlässlich und partnerschaftlich. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit“, erzählt er.

Investitionen in moderne Hallen, neue Eingangsbereiche und die fortlaufende Modernisierung des Messeplatzes nimmt er ebenso positiv wahr wie feste Ansprechpersonen und kurze Wege. Entscheidend sei, dass der Standort sich kontinuierlich weiterentwickelt: „Es bleibt ja nicht stehen – das ist ein wichtiger Punkt", betont Bruder.

Im Zentrum seines Messeverständnisses stehen Qualität, Zuverlässigkeit und Beständigkeit. „Entscheidend sind am Ende Verlässlichkeit und Konstanz“, sagt er.

Auf einer Messe steht für ihn die persönliche Begegnung im Vordergrund: Vertrauen aufzubauen, Menschen kennenzulernen und langfristige Partnerschaften zu entwickeln. Dabei geht es nicht allein um das Produkt, sondern um den Menschen dahinter. Diese Haltung sieht Bruder auch bei der NürnbergMesse – als gemeinsame Basis einer über Jahrzehnte gewachsenen Zusammenarbeit. 

Mann mit kurzen grauen Haaren in schwarzem Anzug betrachtet Spielzeugmodelle in Glasvitrine.
Die Spielwarenmesse begleitet Bruder seit Jahrzehnten als globale Plattform.

Tradition mit Perspektive

Seit 1926 ist die Familie Bruder in der Spielwarenindustrie tätig, seit 1975 auf der Spielwarenmesse präsent. Der Name „Paul Heinz“ vereint die Generationen von Großvater und Vater – benannt nach Paul, dem Großvater, und Heinz, dem Vater. In diesem Jahr blickt die Familie auf 100 Jahre Spielwarenhistorie zurück – während die Spielwarenmesse ihr 75-jähriges Jubiläum feiert.

Für Paul Heinz Bruder ist das mehr als ein Jubiläum – es ist Ausdruck von Kontinuität und Zukunft zugleich. „Wir wollen vermitteln, dass wir auch morgen noch da sind“, sagt er. 

Autor

Portrait von Stefan Jablonka
Stefan Jablonka