Warum Mitarbeitende Gesicht zeigen
Die größere Gruppe ist aber nicht allein eine Frage der Sichtbarkeit. Hinter den rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stehen ebenso viele persönliche Gründe, an diesem Samstag mitzulaufen.
Für Rebecca Renn, Abteilungsleiterin Customer Success, hängt die Teilnahme eng damit zusammen, welche Haltung ihr Arbeitgeber nach außen vertritt. „Ich identifiziere mich nicht nur mit meiner Arbeit, sondern letztendlich schon auch mit den Werten des Unternehmens und wie das Unternehmen auch in der Gesellschaft wahrgenommen wird“, sagt sie. Deshalb sei ihr wichtig, bei gesellschaftlichen Themen nicht nur im Hintergrund zu unterstützen, sondern „Flagge hoch“ zu zeigen und aktiv dabei zu sein.
Andreas Müller aus dem Bereich Legal, Internal Audit, Risk and Compliance beschreibt sogar einen Einfluss auf seine Beziehung zur NürnbergMesse: „Für mich persönlich heißt es noch mal ein bisschen mehr Bindung auch zum Unternehmen, wenn ich weiß, dass es sich für die richtigen politischen Themen engagiert.“ Seine Motivation für die Teilnahme fasst er mit Vielfalt, Toleranz und dem Wunsch zusammen, im Rahmen seiner Möglichkeiten Gesicht zu zeigen.
Nadiska Beer aus dem Sales wiederum sieht eine besondere Stärke darin, dies gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen tun zu können. „Wir alle haben eine Stimme“, sagt sie. In einer großen Gruppe falle es vielen aber leichter, zusammenzustehen. Dass die NürnbergMesse ihren Mitarbeitenden einen Rahmen gibt, in dem sie sich engagieren und ihren Standpunkt zeigen können, ist für sie ein wesentlicher Grund, dabei zu sein.
Wenn aus Haltung etwas Persönliches wird
Dass es dabei nicht nur um große gesellschaftliche Begriffe geht, zeigt Hanna Schneider, Head of Customer Success. Ihre Motivation führt direkt in ihre Familie. „Mein persönliches Ding ist immer, dass Liebe über allem steht“, sagt sie. Diesen Gedanken versuche sie auch ihrer Tochter zu vermitteln. Noch am Morgen des CSD hatte diese gefragt, wohin ihre Mutter gehe. Schneider erklärte ihr, warum sie an der Demonstration teilnimmt und weshalb es ihr wichtig ist, dass alle Menschen gleichbehandelt werden.
Später steht sie selbst auf dem Truck, verteilt Lollis und Gummibärchen und genießt die Fahrt durch die Stadt. Besonders zwei Männer in auffälligen Hosenanzügen bleiben ihr in Erinnerung. Offenbar von der Stimmung der NürnbergMesse-Gruppe angesteckt, liefen sie eine Zeit lang mit ihr mit.
Auch für Lennart Preuß Costumer Consultant von der NürnbergMesse-Tochtergesellschaft Yontex hat die Teilnahme eine sehr persönliche Seite. Sein Mitbewohner Georg habe ihn motiviert, erzählt er. Vom Tag selbst bleiben für ihn vor allem „Vielfalt, Freude, Leidenschaft“ und das Einstehen dafür, wer man ist.